Presse

 

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                     29.10.2015

Plastiken und großformatige Porträts sind in Beratzhausen zu sehen

Vernissage am 23.10.2015 im Zehentstadel. Von links: Norbert Sötz, Michael Eibl, Alzbeta Müller

Vernissage am 23.10.2015 im Zehentstadel. Von links: Norbert Sötz, Michael Eibl, Alzbeta Müller

Zwei die sich künstlerisch gut ergänzen – sie Malerin, er Bildhauer – stellen zurzeit ihre Werke im Kreativraum und Foyer des Zehentstadels aus. Alzbeta Müller (rechts) lebt in München und stellt den Menschen als Individuum in den Mittelpunkt ihrer Arbeiten: überwiegend großformatige Porträts in Acryl und Kohle, die “Das Leben” beschreiben. Norbert Sötz (links) wohnt und wirkt in Laaber, konzertiert sich mit seinen Skulpturen auf das “Innenleben und Außenleben” – in seinen KleinKunstZellen ebenso, wie seinen Plastiken aus Tadelakt, Objekten aus Stampflehm und Metall. Beratzhausens Kulturreferent Michael Eibl (2. von rechts) führte bei der Vernissage in die Ausstellung ein, die bis 8. November mittwochs von 18 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet ist. Norbert Sötz wird während der Öffnungszeiten jeweils anwesend sein. Text/Foto: Kroboth

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                        24.10.2015

Interkulturelle Begegnung mit Flüchtlingen

INTEGRATION Bei der Multi-Kulti-Party warten auch kulinarische Überraschungen

“Groove-Project” spielt bei der “Multi-Kulti-Party”.Foto: Band

“Groove-Project” spielt bei der “Multi-Kulti-Party”.Foto: Band

BERATZHAUSEN. Zur “Interkulturellen Begegnung” sind am Freitag, 6. November, ab 19 Uhr die Bürgerinnen und Bürger der Marktgemeinde und aus dem näheren Umkreis in die Musikkneipe “Klangwerk” am Gottfried-Kölwel-Platz eingeladen. Wie schon im vergangenen Jahr hat Beate Arwanitaki-Mirbeth in Kooperation mit dem Kuratorium Europäische Kulturarbeit wieder eine “Multi-Kulti-Party” bei freiem Eintritt organisiert. Flüchtlinge und Einheimische bereiten ein reichhaltiges Buffet mit Spezialitäten ihrer Heimat.

Zur musikalischen Unterhaltung spielt die regionale Band “Groove-Project”. Peter Meier (Schlagzeug, Gesang) ist als Ingenieur im Audio-Bereich tätig und war schon in unterschiedlichen Orchestern und Big Bands (“Symphonisches Blasorchester Parsberg” oder “The United Jazz Orchestra”) aktiv. Sein Bruder Tobias Meier (Bass, Gesang) arbeitet als Instrumentallehrer und ist unter anderem mit den Bands “SiN decade” und “Squali Gialli” zu hören. Matthias Fischer (Gitarre, Gesang), der als Realschullehrer auch Musik unterrichtet, hat sich mit den “Hariboum” und “Nick’s Nice” einen Namen gemacht.

Unterstützt werden die drei Bühnenmusiker von Michael Brendel, der als Techniker an den Mischpulten auch für das richtige Licht sorgt und den Background-Gesang beisteuert. Die Musiker verzichten an diesem Abend auf ihre Gage, weil sie vom Integrations-Gedanken der Veranstaltung überzeugt sind.

Die Unkosten des Abends werden größtenteils durch eine Spende beglichen. Sie stammt vom Wirt des Deuerlinger Dorfwirtshauses, der einen Filmeabend organisierte und die Einnahmen zugunsten der Beratzhausener Flüchtlinge zur Verfügung gestellt hat. Den Rest der Ausgaben übernimmt das Kuratorium Europäische Kulturarbeit.(lik)

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                     20-10-2015

Das „Leben“ findet im Zehentstadel statt

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Bilder und Skulpturen, die “Das Leben” beschreiben, sind ab Freitag im Zehentstadel in Beratzhausen zu sehen. Unter diesem Titel zeigen Norbert Sötz aus Laaber und Alzbeta Müller aus München ihre Werke in einer Ausstellung, die noch bis zum 8. November in Beratzhausen zu sehen sein wird.Die Vernissage findet am Freitag um 19 Uhr statt. Michael Eibl als Vorsitzender des “Kuratoriums Europäische Kulturarbeit” führt in die Arbeiten der beiden Künstler ein. Die Ausstellung ist dann im Zehentstadel jeden Mittwoch von 18 bis 20 Uhr, sowie an Samstagen und Sonntagen von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Text: lik/Foto: Sötz/Müller

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                      19-10-2015

Bilder und Skulpturen im Zehentstadel

Beratzhausen_mueller_1

Eine Installation von Bildhauer Norbert Sötz Foto: Veranstalter

Beratzhausen. Alzbeta Müller und Norbert Sötz präsentieren im Zehentstadel eine Auswahl ihrer Bilder und Skulpturen. Die Malerin und der Bildhauer, die aus München bzw. Ostbayern stammen, haben beide bereits überregional ihre Werke präsentiert. Bei der Eröffnung spricht Michael Eibl, Vorsitzender des Kuratoriums Europäische Kulturarbeit.

Freitag, 23. Oktober, 19 Uhr, Zehentstadel, Paracelsusstraße 29

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                  31.07.2015

Ein Künstler als Gast: „Der Input ist hier gut!“

AUSSTELLUNG  Moshe Mendelssohn zeigt in Beratzhausen 38 seiner Werke.

Michael Eibl, Kerstin Schulz und Moshe Mendelssohn

Michael Eibl, Kerstin Schulz und Moshe Mendelssohn

BERATZHAUSEN. Er arbeitet bevorzugt mit Kreide – impulsiv und spontan. Seine Werke brauchen Platz und Raum. Moshe Mendelssohn ist freischaffender Künstler: Maler, Musiker, Journalist, Tänzer, Stein- und Offsetdrucker, Zen-Meister. Zurzeit zeigt er einen Teil seiner Werke im Kreativraum des Zehentstadels.

Und weil parallel dazu auch im Restaurant “Leerer Beutel” in Regensburg eine Mendelssohn-Ausstellung läuft, hat er seine Präsentation in Beratzhausen “Kontrapunkt zu Jazz” betitelt. Hier zeigt er überwiegend großformatige Bilder – das kleinste misst 60 mal 50 Zentimeter, das größte 1,60 mal 1,20 Meter – mit interessanten Titeln: Schwof, Verführung, Nachtbar, Rhythmen, Schleiertanz, Klangfarben. 38 Werke zeigt der vielgereiste und vielseitige Künstler an den Wänden des Kreativraums und auch im Foyer: Bilder in Kreide, Collagen mit Materialien des täglichen Lebens, aber auch mit Tüchern und Blattgold.

Beratzhausens Kulturreferent Michael Eibl konnte den ehemaligen Dachau-Häftling zur Vernissage seiner Ausstellung begrüßen. Diese begleite sozusagen als Parallel-Veranstaltung die derzeit laufende Sommerakademie im Markt. Eingeführt wurden die Vernissage-Gäste in das Schaffen des Künstlers von der Literatur-wissenschaftlerin Kerstin Schulz.

Moshe Mendelssohn bezeichnete seine Arbeit mit Licht und Schatten als die “Handschrift des Künstlers”. Für seine Skulpturen lasse er seine Finger arbeiten, denn “die sehen klarer als das Auge”. Mendelssohn sagt: “Ich male gerne in der Gegend hier – der Input hier ist gut.” Kennengelernt hat er die Gegend durch ein Stipendium, das ihn im vergangenen Jahr nach Kallmünz führte. (lik)

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                 27.07.2015

 

Moshe Mendelssohn  im Doppelpack

Moshe Mendelssohn, Straßentänzer

Moshe Mendelssohn, Straßentänzer

Der in Wladiwostok geborene Berliner Künstler, der sich als Weltenbürger, freier Künstler und Kunstbotschafter versteht, pendelt zwischen den verschiedenen Welten und Kunstgenres, hat somit einen breiten Spannungsbogen aufzuweisen. Ab heute sind Moshe Mendelssohns Werke sowohl in -Regensburg (Vernissage um 19 Uhr) wie auch in Beratzhausen ausgestellt. Ausschnitt Straßentänzer

Beratzhausen, Zehentstadel , Paracelsusstraße: “Kontrapunkt zu Jazz” (Mo/Do 17-20, Fr 15-18 Uhr; bis 25. August)

Regensburg, Restaurant im Leeren Beutel , Bertoldstr. 9 “Jazz Ton Malerei” (Mo 19-23, Di-So 11-23 Uhr; bis 12. Sept.)

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                 24.07.2015

Moshe Mendelssohn im Doppelpack

Beratzhausen/Regensburg. Moshe Mendelssohn zeigt Jazz-Ton-Malerei. Der in Wladiwostok geborene Künstler, der sich als Weltenbürger und Kunstbotschafter versteht, pendelt zwischen den Genres. Die Bilder des Berliner Malers sind parallel an zwei Schauplätzen zu sehen: in der Galerie des Jazzclubs im Restaurant Leerer Beutel in Regensburg und im Zehenstadel Beratzhausen. Kerstin Schütz gibt bei den Eröffnungsabenden jeweils eine Einführung.

Sa., 25. Juli, 19 Uhr Zehentstadel Beratzhausen, Mo., 19 Uhr, Leerer Beutel

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                 23.07.2015

Mendelssohn stellt im Zehentstadel ausBERATZHAUSEN. Zu einer außergewöhnlichen Vernissage lädt die Jazz-Club-Galerie Regensburg am Samstag um 19 Uhr in den Zehentstadel ein. Unter dem Motto “Kontrapunkt zu Jazz” zeigt Moshe Mendelssohn aus Berlin seine Werke in der Marktgemeinde. Kulturreferent Michael Eibl wird die Gäste begrüßen, die dann von Kerstin Schulz in die Kunstausstellung eingeführt werden. Die Ausstellung von Mendelssohn kann ab Montag bis 25. August zu den Öffnungszeiten der Bücherei besucht werden: Montag und Donnerstag von 17 bis 20 Uhr, freitags von 15 bis 18 Uhr. (lik)..

Ausstellung Moshe Mendelsson am 25.07.2015

Flyer Moshe Mendelssohn Ausstellung

Flyer Moshe Mendelssohn Ausstellung

 

Donau Post                                                                                                                         27.06.2015

Dem Stein sein Geheimnis abringen

Bildhauerei, Malerei und Jazz bei der diesjährigen Sommerakademie in Beratzhausen

Beratzhausen. (ar) Ein Hauch vonl Kreativität wird auch in diesem Sommer wieder die Atmosphäre in der Europa-Gemeinde Beratzhausen erfüllen. Wie in jedem Jahr wird im Juli die vom Kuratorium Europäische Kulturarbeit in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Regensburger Land organisierte Sommerakademie mit ihren Malere- und Bildhauerkursen Kunstschaffende und Kunstinteressierte anlocken.

In diesem Jahr wird obendrein das besondere Angebot offeriert, sich von dem Steinmetz der Regensburger Dombauhütte Werner in die Kunbst der Steinbildhauerei einführen zu lassen. Ergänzt werden die Kurse durch eine außergewöhnliche Ausstellung, die am Samstag, 25. Juli um 19 Uhr im Beratzhausener Zehentstadl eröffnet werden wird.

„Moshe Mendelssohn – Jazz Ton Malerei“ lautet der Titel des Events, dessen zweiter Teil in der Jazz Club-Galerie im Leeren Beutel ab dem 27. Juli zu sehen sein wird. Die Begrüßung wird in Beratzhausen Michael Eibl, in Regensburg Winni Freisieben übernehmen, die Einfüllrung jeweils Kerstin Schulz. Der in Wladiwostok geborene Berliner Künstler, der sich als Weltenbürger, freier Künstler und Kunstbotschafter versteht, pendelt zwischen den verschiedenen Welten und Kunstgenres, hat somit einen breiten Spannungsbogen aufzuweisen. Es wird sich also um eine Ausstellung handeln, die die Sommerakademie mit ihren unterschiedlichen Kursangeboten und künstlerischen Ausdrucksformen in idealer Weise ergänzen wird.

Bildhauerei gehört auch heuer wieder zum Programm der Sommerakademie

Bildhauerei gehört auch heuer wieder zum Programm der Sommerakademie

„Stein ist ein faszinierendes Material, leistet er seinem Bearbeiter doch zunächst Widerstand, an diesem zu wachsen mit körperlicher Kraft künstlerischem und handwerklichem Geschick sowie Fantasie dem Stein sein Geheimnis abzuringen, aus dem fest umschlossenen Block die Skulptur quasi zu befreien, zählt mit zu den aufregenden künstlerischen Erlebnissen“, umschreibt der Vorsitzende des Kuratoriums Europäische Kulturarbeit Michael Eibl die Faszination, die von der Steinbildhauerei ausgeht. In diesem Jahr wird Werner Ballmann diesen Kurs leiten, Unter seiner Regie wird man dem Material jedoch nicht mit Hilfe von Flex und Schleifmaschine zu Leibe rücken, sondern es ganz konventionell mit Schlägel und Meißel bearbeiten und in die Form bringen, die man sich vorgestellt hat. Im Rahmen des Kurses werden sich die Probanden zudem mit künstlerischen Fragen rund um die Komposition und die Expressivität einer Skulptur auseinandersetzen.

Der erste Kurs beginnt am 20, Juli und endet am 24. Juli, der zweite startet dann am 27. Juli und endet am 31. Juli. Die Kursgebühr ohne Materialkosten beträgt 180 Euro. Wer seine Ideen lieber in Holz umsetzen will, sollte sich beim Bildhauer Helmut Wolf anmelden, der mit seinen Kursanden eine Woche lang mit Lindenholz experimentieren und den ‚Teilnehmern vom 3. August bis zum 7. August die fachgerechte Handhabung der entsprechenden Werkzeuge näher bringen wird. Dieser Kurs kostet 192 Euro auch hier kommt die Materialgebühr noch hinzu.

„Experimente zu Farbe, Form und Themen“ lautet das diesjährige Motto des Malkurses mit Nora Matocza, die in der Woche vom 3. bis zum 7. August solide Technik, handwerkliches Können und die Wichtigsten Kennmisse zu Bild- und Farbkomposition vermitteln wird, und zwar mit Hilfe von unterschiedlichen Aufgabenstellungen und Themen. Die Teilnehmer können sowohl mit Öl als auch mit Acryl arbeiten. Hier beträgt die Kursgebühr 180 Euro.

Wie in jedem Jahr wird auch heuer wieder eine Meisterklasse mit Professor Constantin Flondor angeboten. „2×2=5“ lautet diesmal der Titel des Kurses, der sich mit der Frage beschäftigen wird, welche Ordnungsprinzipien bei der Verwendung der unterschiedlichen Materialien zugrundegelegte werden müssen, um das angestrebte Ziel erreichen zu können. Gearbeitet wird auch hier mit Öl oder Acryl, außerdem wird noch die Collage eine Rolle spielen.

Der erste Termin für die jeweils eine Woche dauernden Kurse ist der 27. Juli, der zweite Turnus wird am 3. August beginnen, Die Kursgebühr liegt bei 180 Euro, Öl- oder aber Acrylmalausrüstung, sowie Leinwände und Skizzenblock sind selber mitzubringen .

 

Jetzt Anmelden

Anmeldungen für die Kurse nimmt die Volkshochschule im Landkreis Regensburg unter der Telefonnummer 09401/52550 entgegen,  www.vhs-regenburg-land.de.

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Preußische Allgemeine Zeitung / Das Ostpreußenblatt                                                                                      04.04.2015

 

Am Leidensweg angelangt

 

Eine »Troitza« für Beratzhausen – Rumänischer Künstler gab Kreuzweg eine moderne Form

 

Der „Kreuzweg“ des rumänischen Bildhauers Aurel Vlad, der seit 1992 in Beratzhausen im Landkreis Regensburg steht, unterscheidet sich stark von sonst geläufigen Kreuzwegen in Kirchen oder im Freien. Aber der Künstler stammt auch aus einer anderen christlichen Tradition. Auch künstlerisch hat er andere Bezüge. Doch in einem immer mehr zusammenwachsenden Europa hat auch ein solcher Kreuzweg seinen Platz.

 

Moderne Pieta: Jesu Kreuzabnahme Bild: Bauer

Moderne Pieta: Jesu Kreuzabnahme Bild: Bauer

Der Kreuzweg ist in der katholischen Kirche verbreitet und stellt in 14 Stationen – in künstlerischen Darstellungen oft auch mehr – den Leidensweg Jesu Christi von der Verurteilung bis zur Grablegung dar. Dabei fließen auch Ereignisse ein, die nicht biblisch belegt, aber in der Tradition über die Jahrhunderte dazugekommen sind. Der Kreuzweg ist die bildlich-künstlerische Darstellung der 14 Stationen in Kirchen oder im Freien. Unter freiem Himmel sind die Kreuzwege in Richtung eines Gotteshauses angeordnet. Denn der „Kreuzweg“ ist auch die in der Fasten- beziehungsweise Passionszeit, also der Zeit von Aschermittwoch bis Karsamstag, gebetete Andacht, bei der dann der Leidensweg Jesu durch Schriftlesung und mit Gebeten nachvollzogen wird.

Eine Andeutung der Strapazen Jesu können Teilnehmer auf dem Kreuzweg im Freien nachempfinden, denn meist führt der Weg bergauf zu einer höher gelegenen Kirche. In erster Linie dienen die Kreuzwege neben der beschriebenen Funktionen auch zum persönlichen Gebet der Gläubigen während des übrigen Jahres. Natürlich hat der eine oder andere Kreuzweg wegen seiner künstlerischen Gestaltung auch einen kulturellen oder touristischen Wert.

 

Der letztgenannte Aspekt gilt auch angesichts seiner Entstehung – für den hier näher zu betrachtenden .Kreuzweg“. Der rumänische Bildhauer Aurel Vlad hat ihn beim Rumänischen Bildhauersymposium in Beratzhausen von Juli bis August 1992 geschaffen. Seither steht er – mit weiteren zum gleichen Zeitpunkt und später geschaffenen Kunstwerken – im Skulpturenpark an der Laberwiese und kann das ganze Jahr über besichtigt werden, Natürlich lädt er auch zum Meditieren ein.

Vlad selbst spricht von einem Kreuzweg mit dem Titel „Troilza“, was „Dreieinigkeit“ heißt, Sein Kreuzweg erinnert an einen Scherenschnitt. Aus zwei sich rechtwinklig überlappenden Steinplatten hat er eine Figurengruppe herausgearbeitet. Das Werk ist durchsichtig und filigran. aber auch sehr stark mit den Figuren besetzt. Für Interpretationen lässt er wenig Spielraum. Die Grundform ist die eines Kreuzes.

 

In einem „Bild“ zeigt Vlad die Flucht Mariä und Jesu auf dem Esel nach Ägypten, die andere Darstellung bildet die Kreuzabnahme (Pieta) ab. Damit wird ausgedrückt. dass das Leben, vom Anfang bis zum Ende, in gewisser W’eise ein Kreuzweg ist. Das Werk basiert sehr stark auf Vlads byzantinisch-orthodox geprägter Welt und darf nicht nur vom Künstlerischen und Ästhetischen her gesehen wurden. .Meine Werke sind auf Gott bezogen“, sagt der Künstler 1992 über seine Arbeit. Angelehnt ist diese Skulptur an die traditionelle Sakralkunst Südosteuropas.

 

Die von ihm gedachte optische Wirkung erläutert der Bildhauer so: „Es handelt sich um zwei Figurengruppen, die sich kreuzen und so gestaltet werden, dass das Licht
hindurch scheinen kann. Dadurch ergeben Sich. je nach dem Stand der Sonne. veränderte Schattenbilder. Wie eine Sinfonie. mit wechselnden Motiven.

 

In gewisser Weise bestehen auch Parallelen zu den in Bayern weit verbreiteten Marterln und Wegkreuzen, da es auch in Rumänien viele Heiligenfiguren gibt. An die Ausstrahlung dieser religiösen Volkskunst wollte Vlad ebenso mit seinem Werk anknüpfen.                                                                                              Markus Bauer

 

Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                                   22.01.2015
Deutschland blickt nach BeratzhausenKultur   Mit ihrem Skulpturenweg fand die Gemeinde Eingang in einen beliebten Tourismusführer der Region. Das Kuratorium hat seinen Anteil daran
Michael Eibl schwingt die Fahne: Impression vom letzten Symposion 2015.

Michael Eibl schwingt die Fahne: Impression vom letzten Symposion 2015.

Foto: Kroboth

Von Ingrid Kroboth, MZ

BERATZHAUSEN. Mit einem Hinweis eröffnete Michael Eibl als Vorsitzender die Hauptversammlung des Kuratoriums Europäische Kulturarbeit im Gasthaus “Da Luigi”: Beratzhausen ist in dem neuen Buch “111 Orte um Regensburg herum, die man gesehen haben muss” vertreten. Der Leser werde speziell auf den “Skulpturenweg” in der Marktgemeinde geführt, machte Eibl auf die Veröffentlichung neugierig.Mit einer Bilderschau rief er den rund 30 Mitgliedern im Saal das ereignisreiche Jahr 2014 in Erinnerung: das Symposium “Anders und doch gleich”, das Literaturzelt für Kinder und Erwachsene mit und ohne Behinderung auf den Laberwiesen, die Ausstellung von Elena und Aurel Vlad im Zehentstadel, die jährliche Sommerakademie, Rumänienhilfe.Unterstützt hatte das Kuratorium die Vernissage im Müller-Stadel von Alois Dürr in Hinterzhof. Und als Mitveranstalter war der Verein aufgetreten bei der Buchpräsentation “Argula von Grumbach” mit Prof. Dr. Margot Käßmann in der evangelischen Kirche. Ebenso bei der Willkommensparty für Flüchtlinge im Markt und aus den umliegenden Gemeinden im Klangwerk.Speziell für die großzügige Unterstützung mit medizinischen Hilfsmitteln bedankte sich Eibl bei Dr. Reinhard Kellner aus Laaber, der das ganze Jahr über Medikamente für Schwester Renate im rumänischen Oradea gesammelt habe, um dem Kinderheim im dortigen Kloster ein Sortiment an Tauschmaterial für Lebensmittel und andere Bedürfnisse an die Hand zu geben.Auch in Beratzhausen kann Michael Eibl sich heuer wieder eine Aktion für Rumänien vorstellen, den Transport will er dann allerdings wieder zusammen mit den Mallersdorfer Schwestern abwickeln.Nach einem ausführlichen Kassenbericht von Gabi Fromm und dem Lob von Kassenprüfer Xaver Lehner für die “ordentliche Arbeit” erfuhr die Versammlung, was für das laufende Jahr geplant ist. Da sei zunächst das schon vor Jahren beantragte Hinweisschild auf der Autobahn zum “Europäischen Skulpturenpark Beratzhausen”. Es muss nur noch von der Autobahn-Direktion genehmigt werden. Das Geld dafür liege bereit. Damit das die Büste von Josef Bezold, die auf den Laberwiesen, nahe der Skulptur “Geburt” von Dumitru Serban einen würdigen Platz bekommen soll, auch bezahlt werden könne, werde das Kuratorium eine Spendenaktion starten. Den Auftrag dafür hat der in Rumänien lebende Mihai Buculei bereits bekommen. Der Künstler müsse aber noch zwei Großaufträge erledigen, bevor er sich an die Beratzhausener Auftragsarbeit machen könne, berichtete Eibl. Das für 22. August geplante Europafest soll als finanzielle Grundlage für die 1150-Jahrfeier des Marktes 2016 dienen. Michael Eibl: “Für die Feierlichkeiten brauchen wir Geld”.“STEINBILDHAUEREI ONE FLEX STAUB UND LÄRM“Die Sommerakademie 2015 muss heuer erstmals nach zwei Jahrzehnten ohne den Steinbildhauer Alexandru Pasat auskommen. Dafür wird diesmal Werner Ballmann, Steinmetz in der Dombauhütte Regensburg sein Wissen und Können weitergeben.Das heißt dann aber “Steinbildhauerei ohne Flex, Staub und Lärm”. Ebenfalls neu ist ein Zeichenkurs, den der rumänische Künstler Liviu Russu erstmals in Beratzhausen anbieten wird.Wie immer wird sich Prof. Constantin Flondor für seine Meisterklasse ein interessantes Thema einfallen lassen.

Und auch der in Regensburg lebende und in Beratzhausen arbeitende Holzbildhauer Helmut Wolf ist wieder als Dozent dabei. Der 55-Jährige hat sein Atelier in der Bischof-Weig-Straße 47 in Beratzhausen. (lik)

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                                    19.01.2015Knallig bunte Bilder einer BahnfahrtAUSSTELLUNG   Die Fotografin Rose Heuberger ging mit dem Zug auf Ent-deckungsreise im westlichen Landkreis. Die Ergebnisse sind in Beratzhausen zu sehen.

Bahnhof Beratzhausen

Bahnhof Beratzhausen

Bahnhof Etterzhausen - Blick aus dem Fenster

Bahnhof Etterzhausen – Blick aus dem Fenster

Blick von der Mariaorter Brücke

Blick von der Mariaorter Brücke

Fotos:Rose Heuberger

BERATZHAUSEN. War nun die Fotografin Rose Heuberger per Eisenbahn auf Motivsuche, oder haben sich ihr die Bilder geradezu aufgedrängt? Kunstwerke, die zurzeit im Kreativraum des Beratzhausener Zehentstadels zu sehen sind, führen den Betrachter morgens von Prüfening durch den westlichen Landkreis nach Parsberg und abends wieder zurück – mit dem Zug. Beim Rundgang durch die Ausstellung mit etwa 30 plastisch nachcolorierten Fotografien beschreibt die Künstlerin die Entstehungsgeschichte ihrer visuellen Reise.

Rose Heuberger wohnt in Dechbetten, da liegt der Prüfeninger Bahnhof am nächsten. Der, an dem nur noch der Agilis anhält und bei dem sich der Fahrgast schwer tut, noch eine Fahrkarte zu lösen: “Der Automat steht am Gleis 3, versteckt hinter all den Schrebergärten”, weiß die Fotografin. Problem ist das nur dann nicht, “wenn man’s weiß”. Falls nicht, weist nicht mal ein Schild drauf hin, macht die begeisterte Zugfahrerin ihrem Ärger Luft. Das aber nur nebenbei.

Denn davon erzählt ihre “klassische Pendler-Geschichte” in Bildern nichts. Die zeigt dem Betrachter vielmehr all das, wo Rose Heuberger auf ihrem täglichen Weg zur Arbeit hingeschaut hat: auf den durchrauschenden Güterzug im Bahnhof Prüfening, auf das mittlerweile privat bewohnte Bahnhofsgebäude in Etterzhausen, auf die Hinweisschilder an den Gleisen in Undorf, auf die leeren Plätze im Waggon, auf ein paar Schuhe. “Man schaut ja nicht immer nur aus dem Zugfenster”, erklärt Heuberger die fotografisch festgehaltenen Beobachtungen im Zugabteil.

Rose Heuberger hat ihre Bahnfahrt mit einer kleinen digitalen Sucherkamera eingefangen – das war im Spätsommer 2013 – als der Zug laut Fahrplan täglich um 7 Uhr in Prüfening losfuhr und um 7.30 Uhr in Parsberg ankam. Am Abend stand die Abfahrt um 17.08 Uhr im Kurzstrecken-Fahrplan, der ebenfalls in der Ausstellung hängt. Die Fotos entstanden an zwei aufeinander folgenden Tagen während der Schulferien. Entsprechend leer sind die Bahnhöfe und Zugabteile. “Sonst sind die Bahnsteige morgens voll von Menschen, hauptsächlich Schülern”, erklärt Heuberger den wohl überlegten Zeitpunkt ihrer Fotoreise. Menschen wollte sie auf ihren Bildern nicht verewigen – und das ist ihr fast überall gelungen.

“Ich bin ein visueller und kreativer Mensch”, erklärt Rose Heuberger ihre Idee, die Fotografien nachträglich zu bearbeiten. Ein Prozess, den die Fotografin früher im eigenen Labor mit Schwarz-Weiß-Bildern “immer schon selbst gesteuert” hat, später auch im Farblabor eines befreundeten Fotografen – und jetzt eben am Computer: “Da kann ich ebenso kreativ sein, nur die technische Umsetzung hat sich verändert.” Das Labor gibt es immer noch, und die Künstlerin macht auch heute noch viele Schwarz-Weiß-Bilder – “solange es noch Filme gibt”.

Ihre visuelle Bahnreise besticht mit bunten, teils knalligen Farbeinspielungen, die Heuberger am Computer aber nicht künstlich erzeugt, sondern vielmehr das Vorhandene künstlerisch verstärkt hat. Die Motive vor ihrem Sucher sind klar zu erkennen. Da ist der Blick ins Labertal bei Laaber, die mit kräftigem Rot überdeckte Unterführung von Gleis 2 am Beratzhausener Bahnhof: “Da hängt meine rote Sommerjacke, spiegelt sich im Zugfenster.” Der Bahnhof Mausheim als letzter Halt vor dem Zielbahnhof Parsberg mit seiner “schrecklichen Unterführung”. Die Heimfahrt am Abend zeigt die Gegenperspektive: die Sitz- oder Abstellsteine am Beratzhausener Bahnhof, der stillgelegte Bahnhof Deuerling, die Passage über die Donau, auf der gerade ein Ruderboot unterwegs ist. Rose Heuberger macht die Gleichzeitigkeit von Licht und Spiegelung deutlich: “Ich bin drin, sehe aber, was draußen passiert.”

Rose Heuberger

Rose Heuberger

Rose Heuberger stellt in Beratzhausen aus. Foto: Martin Meyer

Rose Heuberger wurde 1957 in Amberg geboren, ist in Großschönbrunn aufgewachsen und hat ihren Lebensmittelpunkt nach Regensburg verlegt.
Seit 1993 ist sie Fotografin, arbeitete zwölf Jahre lang selbständig – und hat inzwischen einen Beruf, “von dem ich leben kann”. Nach wie vor ist ihr die Fotografie “eine Herzensangelegenheit”. Sie rahmt ihre Bilder selber, schneidet Passepartouts, denn “ich arbeite gerne mit meinen Händen”.
Im Jahr 2003 hat sie den Kulturpreis des Bezirks Oberpfalz bekommen, war Preisträgern des Sinar-Bundeswettbewerbs und hat mit ihren Werken etliche Ausstellungen gestaltet: in Regensburg, Deggendorf, Tschechien, Österreich, Prag.

Die Verkaufsausstellung im Kreativraum des Zehentstadels ist noch bis 30. Januar zu sehen – jeweils Montag und Donnerstag von 17 bis 20 Uhr, Freitag von 15 bis 18 Uhr. (lik)

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                              03.01.2015
Fotoausstellung "1 x Parsberg und zurück" von Rose Heuberger

Fotoausstellung „1 x Parsberg und zurück“ von Rose Heuberger

Beratzhausen. Die Regensburger Künstlerin Rose Heuberger präsentiert im Zehentstadel ihre Foto-Ausstellung “1x Parsberg und zurück”. Fotos von kleinen Bahnhöfen wie Undorf, Deuerling, Laaber, Beratzhausen und Parsberg – die mit der Kamera eingefangenen Stimmungen erschließen sich dem Betrachter erst beim genaueren Hinschauen. Bei der Vernissage lud der Musiker Peter Knoll die Gäste zu einer akustischen Reise ein. Die Ausstellung ist bis zum 30. Januar in Beratzhausen zu sehen. Text/Foto: lik
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BKK Niederbayern / Oberpfalz                                                                                                                                                                                Dezember 2014ANDERS UND DOCH GLEICH1 Internationales Künstlersymposium Beratzhausen für Künstlerinnen mit und ohne Behinderung vom 6.bis 16. Juli 2014

Künstlerinnen und Künstler bei der Arbeit In der allen Schlosserei Beratzhausen

Künstlerinnen und Künstler bei der Arbeit In der allen Schlosserei Beratzhausen

Das Kuratorium Europäische Kulturarbeit e.V. in Beratzhausen hat seit 1992 sieben internationale Kunstsymposien erfolgreich umgesetzt. Stets wurden Künstler aus Ost- und Westeuropa eingeladen.

Die Vision: In einem kleinen Ort mit Hilfe der Kunst Brücken zwischen den Menschen zu bauen und so ein Modell für ein friedvolles Europa zu sein. In dem Bewusstsein. dass Kunst gesellschaftlichen Entwicklungen immer wieder mutig vorausgeht, wurden in diesem Jahr Künstler mit und ohne Behinderung aus verschiedenen Ländern Europas in die Gemeinde Beratzhausen eingeladen. um miteinander Kunst zu schaffen.

Teilnehmende KünsterInnen waren:

Rudolf Bodmeier, München

Rudolf Bodmeier, München

Rudolf Bodmeier, München

Ludwig Hirtreiter, Bogen
Renate Höning, Regensburg
Uschi Janig, Wien
Kevin Lombard, Regensburg
Slav Nedev, Sofia

Kurt Sennebogen, Straubing

Kurt Sennebogen, Straubing

Kurt Sennebogen, Straubing

Prof. Hans Stofer, London

Prof. Hans Stofer, London

Prof. Hans Stofer, London

Michael Armin Wittmann, München

Michael Armin Wittmann, München

Michael Armin Wittmann, München

Rückschau auf das 1. internationale Symposium für Künstler und Künstlerinnen mit und ohne Behinderung – oder was ist aus der Leitidee „Anders und doch gleich“ geworden?

Im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit in den zehn Tagen stand das sich Annähern, sich Einlassen auf Person und Werk des Anderen, das inspirieren lassen, einen gemeinsamen Rhythmus finden und die Dynamik innerhalb der Gruppe testen. Am Ende des Prozesses stand das sich Berührenlassen, nicht nur der Künstler untereinander, sondern auch der Besucher und Betrachter, die den künstlerischen Prozess folgen wollten. Die künstlerische
Freiheit sollte jedem unbenommen und unantastbar sein, insbesondere da alle beteiligten Künstler, auch die Künstler mit Behinderung, über eine eigene kreative Gedankenwelt verfügen und ihren persönlichen Ausdruck zeigen. Die ursprüngliche Idee der sich begleitenden Künstlerpaare (ein Künstler mit Behinderung arbeitet mit einem Künstler ohne Behinderung zusammen) stellte sich als nicht notwendig heraus.

Kern der Arbeit war der gemeinsame Schaffensprozess. Weder das entstandene Einzel-Werk, noch das gesamte Ergebnis sollten zielbestimmend sein.

Aufgefallen ist nicht nur den Besuchern die hohe Konzentration bei der Arbeit, Konzentration ist ansteckend und mitreißend, der Beweis war sichtbar und erlebbar. Die hohe Konzentration ist aus der Leidenschaftlichkeit mit der alle Künstler ans Werk gegangen sind, erwachsen.

Während der Arbeit zeigte sich die starke Vielfalt der Persönlichkeiten, die am Ende auch an der Vielfältigkeit der entstandenen Kunst sichtbar war. Deutlich wurde, dass die Intensität der zwischenmenschlichen Beziehungen und die gegenseitige Achtung für die Arbeit zu einer starken inneren Zufriedenheit geführt hat. Gearbeitet wurde Tag und Nacht, Arbeitsunterbrechungen, wie geplante Ausflüge in ein Museum sind unterblieben, weil deutlich zu spüren war, dass keiner das Inseldasein (durch die Besonderheit des Ortes, der Gruppe) aufgeben wollte.

„Anders und doch gleich“ zeigte damit, wie Kunst zum besseren, gegenseitigen Verständnis führt und zwischenmenschliche Grenzen aufheben kann.

Ich habe diese Tage als Geschenk empfunden. All denen die dazu beigetragen haben, diese Tage zu ermöglichen bin ich dankbar.

Zum Symposium ist ein Katalog erschienen. Dieser kann über das Kuratorium Europäische Kulturarbeit eV. bezogen werden

Renate Höhning
Leitein Atelier Kunst inklusiv der KJF Regensburg.

Projektleiterin beim Symposium .

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Tangrintler Nachrichten                                                                                                                                                                                        04.Dezember 2014Willkommensparty war ein voller Erfolg

4. Dezember 2014 | Von Redaktion | Kategorie: BeratzhausenB e r a t z h a u s e n (ab). Die Willkommensparty für Asylbewerber in Beratzhausen kann als voller Erfolg verbucht werden. Die Resonanz war großartig, die Stimmung bombastisch, und das Buffet zeichnete sich mit seinen internationalen kulinarischen Highlights durch seine Vielfalt aus. Im Laufe des Abends ergaben sich interessante Gespräche, wurde zu der Musik der Band „Duett Komplett“ und arabischen Klängen gefeiert und getanzt.

Die Organisatorin der Party Beate Arwanitaki-Mirbeth mit Asylbewerbern. Aufn.: ab

Die Organisatorin der Party Beate Arwanitaki-Mirbeth mit Asylbewerbern. Aufn.: ab

Die Organisatorin Beate Arwanitaki-Mirbeth nutzte ihre Begrüßung, um sich beim Kuratorium für Europäische Kulturarbeit für die Finanzierung der Veranstaltung zu bedanken. „Es soll ein Abend werden zum gegenseitigen Kennenlernen beim gemeinsamen Feiern. Dieser Abend soll den Flüchtlingen zeigen, dass sie nach einem oft langen Weg der Flucht angekommen sind, in Beratzhausen willkommen sind“, kam sie auf die Intention der Party zu sprechen und gab zu bedenken, dass nach dem Zweiten Weltkrieg zahlreiche Flüchtlinge nach Beratzhausen gekommen waren, die in der Marktgemeinde eine neue Heimat gefunden haben. Angesichts der Krisen in der Welt suchten nun Menschen einer ganzen Reihe von Nationalitäten in Deutschland Zuflucht, da diese in ihren Heimatländern Angst vor dem dort herrschenden Krieg oder Verfolgung haben müssen. Sie hätten nur einen Wunsch, nämlich hier als Menschen angenommen zu werden, gab sie den Gästen zu bedenken und verwies darauf, dass viele der in Beratzhausen wohnenden Asylbewerber den Deutschkurs vor Ort wahrnehmen, in den Sportvereinen aktiv geworden seien, ihre Kinder die deutschen Schulen und Kindergärten besuchen.

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Schwester Reante aus Oradea schreibt am 1. Dezember 2014
Hilfsgüter angekommen

Lieber Herr Eibl,

letzte Woche ist der Hilfskonvoi aus Straubing bei uns in Oradea gut angekommen. Die vielen Schachteln mit dem wertvollen medizinischen Material waren auch dabei. Wir haben bereits vieles an verschiedene Krankenhäuser weitergegeben, sie sind sehr dankbar dafür. Einiges möchten wir selber verteilen. Bitte danken Sie in unserem Namen sehr herzlich dem edlen Spender für die große Hilfe, die wir weitergeben konnten.

Herzliche Grüße, Ihre S.M.Renate.

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                                                                         27.11.2014Party für AsylbewerberAKTION  Das Kuratorium Europäische Kulturarbeit setzt sich für Integration einBERATZHAUSEN. Mit dem Aufruf “Lasst uns die Menschen in unserem Markt herzlich willkommen heißen” lädt das Kuratorium Europäische Kulturarbeit am Freitag ab 19 Uhr zu einer “Willkommensparty für unsere Asylbewerber” in die Musikkneipe Klangwerk am Gottfried-Kölwel-Platz ein. Das gegenseitige Kennenlernen wird vom “Duett Komplett” umrahmt.Es gibt Essen aus verschiedenen Kulturkreisen, bereitet die Organisatorin des Abends, Beate Arwanitaki-Mirbeth die Gäste auf ein vielseitiges Buffet vor. Schon etliche Leute hätten Essensspenden zugesagt. Wer zu der kulinarischen Vielfalt auch noch beitragen möchte, sollte sich telefonisch unter 95 93 63 melden. Eingeladen sind zu dieser Willkommensparty die gesamte Bevölkerung und alle Asylbewerber im Markt. Der Eintritt ist frei.Übrigens: Arwanitaki-Mirbeth hat die Bevölkerung auch zu Kleiderspenden aufgerufen. Zahlreiche Bürger haben sich bereits gefunden, so dass an die Flüchtlinge schon eine erste Winterausstattung verteilt werden konnte. Nun hofft die Organisatorin auf eine “Kleiderkammer” in der Schule, damit die Leute sich Kleidung selber aussuchen können. Zudem läuft zurzeit ein Deutschkurs für die Neubürger. (lik).
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Liebe Freunde der Kunst,
es freut uns, dass wir vom 19. Dezember 2014 bis 30. Januar 2015 Fotografien von Rose Heuberger in der Ausstellung „1x Parsberg und zurück“ im Zehentstadel Beratzhausen präsentieren dürfen.
Zur Vernissage am am Freitag, 19. Dezember um 19.00 Uhr im Zehentstadel Beratzhausen  laden wir Sie recht herzlich ein
und freuen uns auf Ihr kommen!
"1x Parsberg und zurück"

„1 x Parsberg und zurück“

 

 

Liebe Freunde des Kuratoriums,

am 28.11. ab 19.00 Uhr wollen wir die Menschen, die in unserer Gemeinde
Zuflucht suchen und die Vereine zu einer Willkommensparty ins Klangwerk
einladen.

2014-11-28_Plakat_Willkommensparty

Beate Arwanitaki Mirbeth ist mit vielen im Gespräch, die hierzu
auch Essen mitbringen wollen. Es kommen Essenspenden sowohl von den
Einheimischen als auch von Flüchtlingsfamilien. Getränke nehmen wir vom
Klangwerk. Getränke der Einheimischen zahlen wir selbst beim Klangwerk. Ich
überlege noch wie wir unsere Gäste auch bei den Getränken einladen. Erste
Spenden habe ich schon.
Das Duett komplett habe ich engagiert. Sie bieten uns stimmungsvolle Lieder
mit genügend Pausen zum Gespräch.

Lasst uns die Menschen in unserem Markt herzlich willkommen heißen!

Danke an alle, die mithelfen!
Euer Michael

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Tangrintler Nachrichten                                                                                                                                                                               31.10.2014 

Internationales Kunstsymposium:

 Dokumentation eines Prozesses

 Beratzhausen (ab). Das Kuratorium Europäische Kulturarbeit hatte beim diesjährigen Internationalen Kunstsymposium neue Wege eingeschlagen.

 Der Prozess bis zur Abschlussveranstaltung wurde in dem Symposiumskatalog dokumentiert.

Der Prozess bis zur Abschlussveranstaltung wurde in dem Symposiumskatalog dokumentiert.

Zwar war man der Prämisse, zu dem Symposium Künstler aus verschiedenen Ländern einzuladen, treu geblieben, hatte aber eine neue Komponente hinzugefügt. „Anders und doch gleich“ lautete der Titel, unter dem sich diesmal zum ersten Mal neun behinderte und nichtbehinderte Künstler aus vier europäischen Ländern gemeinsam auf den Weg gemacht hatten, ein Thema künstlerisch umzusetzen. Noch vor dem Beginn des Symposiums hatten die Organisatoren betont, dass nicht allein die Ergebnisse, sondern vor allem der Prozess im Mittelpunkt stehen würde. Dieser spannende Prozess wurde nun mittels eines Katalogs dokumentiert.

 Bei allen durch das Kuratorium Europäische Kulturarbeit organisierten Symposien seit 1992 stand die Vision im Mittelpunkt, durch die Kunst Brücken zwischen den Menschen in Europa zu bauen. Der Kunst wurde, wie es der verstorbene Vorsitzende Josef Bezold auszudrücken pflegte, die Rolle eines Katalysators zugewiesen. In diesem Jahr wurden nun nicht nur Brücken zwischen Menschen verschiedener Nationalität gebaut, sondern auch zwischen Menschen mit und ohne Handicap. Es handelte sich um ein Experiment, in dem. man sich die Entstehung von etwas Neuem durch den Dialog und das gemeinsame Arbeiten zum Ziel gesetzt hatte.

 Und das Experiment, dessen Leitung die Leiterin des Regensburger KIF-Ateliers „Kunst inklusiv“ übernommen hatte, ist geglückt. Die Resultate und vor allem die Wege dorthin sind nun in einem federführend von Prof. Hans Stofer (London) gestalteten Katalog festgehalten worden. ,,’Anders und doch gleich‘ hat gezeigt, wie Kunst zum besseren, gegenseitigen Verständnis führt und zwischenmenschliche Grenzen aufheben kann“, zieht die Projektleiterin Höning Bilanz. In dem ansprechend gestalteten Katalog kann man den mit der Auftaktvernissage beginnenden und der Abschlussausstellung endenden Prozess mittels ausdrucksstarker Fotos nachvollziehen. Hier finden sich nicht nur die Abbildungen der entstandenen Werke, sondern Impressionen der Tage des gemeinsamen Schaffens, die auch ohne Worte ausdrucksstark sind, den Weg der Annäherung nachvollziehen lassen und auch die in diesen Tagen herrschende Konzentration, die Kommunikation und die vorherrschende gute Stimmung visualisieren. Ergänzt wird dieses Kaleidoskop durch Tagebucheinträge des behinderten Künstlers Rudi Bodmeier. Diese hervorragende Dokumentation kann ab sofort beim Markt Beratzhausen (Tel. 09493/940019) für fünf Euro käuflich erworben werden.

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Donaupost                                                                                                                                                                                                                     29.10.2014

 Kunstsymposium mit Brückenschlag

 „Anders und doch gleich“: Internationale Gemeinschaft mit Behinderten

 Landkreis. (ar) Das Kuratorium Europäische Kulturarbeit Beratzhausen schlug beim Internationalen Kunstsymposium neue Wege ein. Zwar war man der Prämisse, Künstler aus verschiedenen Ländern zu dem Symposium einzuladen, treu geblieben, eine neue Komponente wurde jedoch hinzugefügt. „Anders und doch gleich“ lautete der Titel, unter dem sich diesmal zum ersten Mal neun behinderte und nichtbehinderte Künstler aus vier europäischen Ländern dem Ziel widmeten, ein Thema künstlerisch umzusetzen. Noch vor dem Beginn des Symposiums hatten die Organisatoren betont, dass nicht allein die Ergebnisse, sondern vor allem der Prozess im Mittelpunkt stehen würde. Dieser spannende Prozess wurde nun mittels eines Katalogs dokumentiert.

 Bei allen durch das Kuratorium Europäische Kulturarbeit organisierten Symposien seit 1992 stand die Vision im Mittelpunkt, durch die Kunst Brücken zwischen den Menschen in Europa zu bauen. Der Kunst wurde, wie es der verstorbene Vorsitzende Josef Bezold auszudrücken pflegte, die Rolle eines Katalysators zugewiesen. In diesem Jahr wurden nun nicht nur Brücken zwischen Menschen verschiedener Nationalität gebaut, sondern auch zwischen Menschen mit und ohne Handicap.

 Es handelte sich um ein Experiment, in dem man sich die Entstehung von etwas Neuem durch den Dialog und das gemeinsame Arbeiten zum Ziel gesetzt hatte. Das Experiment, deren Leitung die Leiterin des Regensburger KJF-Ateliers „Kunst inklusiv“ übernommen hatte, ist geglückt. Die Resultate und vor allem die Wege dorthin sind nun in einem federführend von Professor Hans Stofer, London, gestalteten  Katalog festgehalten worden.

 „Anders und doch gleich“ hat gezeigt, wie Kunst zum besseren, gegenseitigen Verständnis führt und zwischenmenschliche Grenzen aufheben kann“, zieht die Projektleiterin Höning Bilanz, bevor man in dem ansprechenden Katalog den mit der Auftaktvernissage beginnenden und mit der Abschlussausstellung endenden Prozess mittels ausdrucksstarker Fotos nachvollziehen kann. Hier finden sich nicht nur die Abbildungen der entstandenen Werke, sondern Impressionen der Tage des gemeinsamen Schaffens, die auch ohne Worte ausdrucksstark genug sind, die den Weg der Annäherung nachvollziehen lassen und die auch die in diesen Tagen herrschende Konzentration, die Kommunikation und die vorherrschende gute Stimmung darstellen. Ergänzt wird dieses Kaleidoskop neben der Vorstellung der teilnehmenden Künstler durch Tagebucheinträge des behinderten Künstlers Rudi Bodmeier. Diese hervorragende Dokumentation zum neu eingeschlagenen Weg kann ab sofort beim Markt Beratzhausen, Telefon 09493/940019, für fünf Euro käuflich erworben werden.

 Anders und doch gleich: Das Internationale Kunstsymposium hat ein Zeichen der Gemeinschaft mit behinderten Menschen gesetzt.

Anders und doch gleich: Das Internationale Kunstsymposium hat ein Zeichen der Gemeinschaft mit behinderten Menschen gesetzt.

 

 

Mittelbayereische Zeitung                                                                                                                                                                                               27.10.2014

Schaffen in Wort und Bild festgehalten

KUNST  Das Kuratorium Europäische Kulturarbeite stellte den Katalog des Symposiums im Juli vor. „Das Experiment ist gelungen“, sagte Vorsitzender Michael Eibl.

 

Kuratoriums-Vorsitzender Michael Eibl (re.) und sein Vize Thomas Reindl präsentierten im Café Seidl den Symposiums-Katalog. Foto: Pomplun Von Helmut Pomplun, MZ

Kuratoriums-Vorsitzender Michael Eibl (re.) und sein Vize Thomas Reindl präsentierten im Café Seidl den Symposiums-Katalog. Foto: Pomplun
Von Helmut Pomplun, MZ

 

BERATZHAUSEN. Unter dem Motto “Anders und doch gleich”, haben vom 6. bis 16. Juli neun Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderung aus verschiedenen Ländern Europas bei einem Symposion in enger Gemeinschaft gearbeitet und neue Wege der Verständigung gesucht. Dass der kleine Markt mittlerweile über ungewöhnlich viele zeitgenössische Kunstwerke verfügt und für diese hochkarätigen Kulturgüter durchaus schon ein eigenes Museum verdiente, hat sich überregional herumgesprochen. Jedenfalls bei denen, die es angeht.

Zumal das Kuratorium Europäische Kulturarbeit in Beratzhausen seit 1992 sieben internationale Kunstsymposien erfolgreich umsetzte. “Stets haben wir Künstler aus Ost- und Westeuropa eingeladen”, resümierte Kuratoriums-Vorsitzender Michael Eibl am Samstag zur Vorstellung des Katalogs vom jüngsten Symposium im Juli.

Gemeinsam mit seinem Vize Thomas Reindl skizzierte er “unsere Vision” und deren aktuelle Entwicklung. Habe das Kuratorium über zwei Jahrzehnte getrachtet, mit der Kunst – in dreijährigem Rhythmus wechselnd zwischen Bildhauerei und Malerei – Brücken zwischen Menschen zu bauen und so den kleinen Ort zu einem Modell für ein friedvolles Europa zu machen, so sei man nun zu neuen Ufern aufgebrochen – mit dem Versuch der Inklusion (Zugehörigkeit).

“Dieses Experiment ist gelungen, und wir sind den Künstlern sehr dankbar, dass sie sich auf dieses Projekt so wunderbar eingelassen haben”, freute sich Eibl und ergänzte – wohl auch in seiner Funktion als Kulturreferent des Marktes : “Mehr als je zuvor hat die Bevölkerung unserer Region dieses Kunstprojekt besucht und Anteil genommen an diesem gemeinsamen Schaffensprozess.”

Reindl und Eibl erinnerten, es sei nicht nur gelungen, den Bezirk Oberpfalz und den Landkreis Regensburg “mit ins Boot zu holen”, sondern auch das Ministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, die “Aktion Mensch”, selbstverständlich die Marktgemeinde als Gastgeberin und – nicht zufällig – die Katholische Jugendfürsorge (KJF) der Diözese Regensburg; zumal Eibl deren Chef ist.

Die KJF Regensburg betreibt das Atelier Kunst inklusiv, dessen Leiterin Renate Höning beim Symposium “Anders und doch gleich” Regie führte und selbst als Künstlerin teilnahm. Hönings Aufgabe während der zehn Tage war durchaus nicht einfach, etwa wann wer welche Medikamente brauchte (vier der neunköpfigen Gruppe waren behindert), wann Leistungsgrenzen erreicht und Pausen nötig waren und so weiter.

Der Katalog, mit einer Auflage von 400, ist eher ein Bilderbuch geworden. Zumal alle eine Kamera bekommen hatten und schlussendlich rund 3000 Fotos verfügbar waren. Professor Hans Stofer (London) hat “ein Konzept nach guter alter Vätersitte geschnipselt”, Rudolf Bodmeier (München) stellte sein Tagebuch zur Verfügung.

Und sämtliche teilnehmenden Künstler sind in Wort und Bild vorgestellt, mit Porträts, ihren Werken, vielen Eindrücken in den unterschiedlichsten Situationen – auch mit den Projektmanagern Richard Schwarz, Josef Meier, Ernst Schmidt und den von allen ins Herz geschlossenen “wunderbaren Gastgebern”, Petra und Hans Mosner.

Botschaft mit Signalwirkung

 –  Kultur: “Unsere Markenidentität ist, Länder zusammen zu bringen und mit Kunst Brücken zu bauen”, sagt Kuratoriums-Vorsitzender Michael Eibl. Nun habe man begonnen, weitere Brücken zu bauen: Künstler mit und ohne Behinderung konnten miteinander schaffen und neue Wege der Verständigung suchen.

– Symposium: “Als Botschaft mit Signalwirkung auch für andere”, sieht Vize-Vorsitzender des Kuratoriums, Thomas Reindl, das Beratzhausener Symposion: “Zum internationalen Thema Inklusion – wie man miteinander umgehen kann – lautet die zentrale Botschaft Geben und Nehmen.”

–  Die Künstler: Rudolf Bodmeier aus München; Ludwig Hirtreiter aus Bogen; Renate Höning aus Regensburg; Uschi Janig aus Wien; Kevin Lombard aus Regensburg; Slav Nedev aus Sofia; Kurt Sennebogen aus Straubing; Prof. Hans Stofer aus London; Michael Armin Wittmann aus München. (lun)

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Bürger Zeit                                                                                                                                                                                                               September 2014

Kultursommer: Eibl zieht positives Fazit

 

2014-09-01 Annkatrin Kailer liest aus "Die kleine Elfe Sonnenschein"

2014-09-01 Annkatrin Kailer liest aus „Die kleine Elfe Sonnenschein“

Annkatrin Kailer aus Unterpfraundorf liest Dr. Christi Riedl-Valder, Kulturreferent Michael Eibl und Bezirkstagspräsident Franz Löffler aus ihrem Märchen „Die kleine Elfe Sonnenschein“ vor. Foto: Rath

BERATZHAUSEN (us). Ein positives Fazit hat Kulturreferent Michael Eibl, zugleich Vorsitzender des Kuratoriums für Europäische Kulturarbeit, für den Kultursommer 2014 gezogen. Symposium, Kulturfest, die Sommerakademien und die Ausstellung von Elena und Aurel Vlad waren große Erfolge.

Im Gespräch mit der BZ geriet Eibl besonders beim Rückblick auf das Kunstsymposium „Anders und doch gleich“ ins Schwärmen. „Wir hatten bei keinem Symposium zuvor so viele positive Rückmeldungen von allen Seiten“, sagte er. Besonders beeindruckt habe die Künstler, wie viele Menschen gekommen seien, um ihre Arbeit, das Entstehen der Werke mitzuerleben. „Diese Anteilnahme der Bevölkerung ist etwas neues, das die Künstler, auch die nichtbehinderten, so noch nie erlebt haben.“ Eibl dankte nochmals den Förderern, die das Projekt ermöglichten: . Jeweils mit 4000 Euro haben das Bayerische Wissenschaftsministerium, der Bezirk Oberpfalz, der Landkreis Regensburg, die Katholische Jugendfürsorge, das Atelier inklusiv und der Markt Beratzhausen das Symposium gefördert. Das Kuratorium selbst hat laut Eibl Geld-, Arbeits- und Sachleistungen im Wert von mehr als 15.000 Euro eingebracht.

Voll des Lobes war Bezirkstagspräsident Franz Löffler, der als Schirmherr des Künstlersymposiums fungierte, bei seinem Besuch auf dem Kulturfest in Beratzhausen. „Wo Kunst und Kultur funktionieren, da funktioniert auch die Gesellschaft ein Stück besser“, sagte er. Das diesjährige Treffen von Künstlern mit und ohne Behinderung lobte Löffler als „herausragendes, bemerkenswertes Projekt“.

Positiv verlaufen sind aus Sicht von Eibl auch die Sommerakademien, die bis auf den ausgefallenen Fotokurs. sehr gut besucht waren. Hier habe ihn vor allem die Meisterklasse mit Professor Constantin Flondor beeindruckt, der seine Schüler von der detailgetreuen Malerei eines Motivs hin zur kompletten Abstraktion desselben geführt hat.

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                                                                               12.08.2014

Die Kunstwerke wurden verpackt

BILANZ In Beratzhausen endete der Kultursommer mit der Urkundenverleihung.

2014-08-14_MZ_Skulpturales_Sitzobjekt  Ein “skulpturales Sitzobjekt” nennt Regine Scholtyssik ihre Bank aus Lindenholz. Sie wird künftig in Klapfenberg stehen. Foto: Kroboth

BERATZHAUSEN. Der Beratzhausener Kultursommer 2014 ist zu Ende. Die Symposiums-Künstler “Anders und doch gleich” arbeiten schon lange wieder daheim in ihren Ateliers. Die Literaten vom Kulturfest auf den Laberwiesen am Essenbügl haben ihre Instrumente eingepackt und Bücher wieder zugeklappt. Und nach der ersten Zertifikat-Übergabe an die Teilnehmer der Sommerakademie nahmen nun auch die Holz- und Steinbildhauer auf dem Schlossergelände ihre Urkunden entgegen. Rasch waren die teils handlichen, teils zentnerschweren Kunstwerke in Autos und auf Hängern verpackt. Das Schlossergelände ist wieder menschenleer. Nur noch einige Steinreste rahmen den Schotterplatz ein.
Dabei herrschte dort in den vergangenen Wochen wieder geschäftiges Werken mit Hammer und Meißel, mit Stemmeisen und Schnitzmesser. Unter der Anleitung des rumänischen Professors Alexandru Pasat wagten sich die Teilnehmer am Steinbildhauerkurs an die vom Meister so griffig formulierte Arbeit: “Das Kunstwerk steckt schon im Stein, es muss nur noch herausgearbeitet werden.”
Und das haben sie getan, die Frauen und Männer, die auch vor lauten Maschinen nicht zurückschreckten. So entstand auch die Sitzbank von Frieda Dechant, die in ihrem Garten in Hochdorf schon längst den Platz für das neue Kunstwerk ausgesucht hatte. “So g’schleckt sollt’s garnet werden”, erläutert die Künstlerin das fertige Werk aus Kalkstein: “. aber es hat sich so ergeben.” Im vergangenen Jahr hatte Frieda Dechant eine Waage geschaffen – da hatte sie sich an die Bank noch nicht herangewagt. Wer weiß, was ihre Tochter Kerstin im nächsten Jahr schafft. Sie war heuer erstmals dabei und holte aus dem Stein eine ausgewachsene Schildkröte heraus.
Als Vorsitzender des Kuratoriums Europäische Kulturarbeit zog Michael Eibl ein positives Resümee zum nun “endgültig abgeschlossenen Kultursommer”. Er bedankte sich bei seinem Helferteam, das sich um die Bedürfnisse der Künstler, ihre Unterkünfte und Verpflegung gekümmert hatte.
Dazu gehörten auch die Schüler des Bildhauermeisters Helmut Wolf, der ja in Beratzhausen sein Atelier hat und seit einigen Jahren auch Bildhauerkurse anbietet. Obwohl nebendran die Steinkünstler mit lauten Maschinen werkten, entstanden unter Wolfs Regie – mit seltenem Kettensägen-Einsatz – eindrucksvolle Arbeiten: ein nachdenklich dreinblickendes Menschlein auf einem Pfahl sitzend, ein innig umschlungenes Paar.
Oder das “skulpturale Sitzobjekt” von Regine Scholtyssik aus dem Kunsthof Klapfenberg. Dort wird die aus geleimter Linde mit kunstvoll herausgearbeiteten Rundungen gearbeitete Bank auch einen Platz finden.(lik)

 

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                                                                        08.08.2014

Bewegende Szenen im Leben der Menschen
VERNISSAGE Elena und Aurel Vlad stellen ihre Werke in Beratzhausen aus.

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Elena und Aurel Vlad bei der Ausstellungseröffnung Foto: Kroboth

BERATZHAUSEN. Wer kennt sie nicht, die “Quelle des Lebens” in Pfraundorf, oder das Kriegerdenkmal in Beratzhausen? Die gleiche Handschrift zeigt die in Stein gehauene “Flucht Marias und Josefs nach Ägypten”. Die Figurengruppe steht am Essenbügl. Der rumänische Künstler Aurel Vlad hat das beeindruckende Werk beim ersten Bildhauer-Symposium 1992 geschaffen und es “Kreuzweg” betitelt.
Erst danach, als Vlad 2000 für die Weltausstellung EXPO in Hannover den rumänischen Pavillon gestaltete, wurde er auch international bekannt. Seine teils monumentalen Werke sind weltweit verteilt. Die Verbindung zu Beratzhausen ist nie abgerissen. In 22 Jahren entstanden enge Freundschaften – wie die zur Familie Schmeidl, deren Haus für Aurel und Elena Vlad eine zweite Heimat wurde. Ehefrau Elena ist ebenfalls Künstlerin und stellte ihre Werke erstmals 1997 im Labertal aus – allein und mit ihrem Mann auch in Hemau, in Frankreich, Österreich, Budapest oder Bukarest.
Was entsteht, “Wenn zwei eins geworden sind”, zeigen Elena und Aurel Vlad zurzeit in der gleichnamigen Verkaufs-Ausstellung im Zehentstadel. Elena arbeitet mit Zeichenstift und Terrakotta, Aurel gestaltet seine Plastiken in Stein, Holz, Edelstahl- und Bronzeblech. So entstanden auch die nun in Beratzhausen präsentierten Werke, wie “Adam der Unwissende”, ein “Gebeugter Mensch”, die “Byzantinische Säule” und “Mein Engel”, die zu Preisen zwischen 600 und 2500 Euro angeboten werden.
Deutlich billiger verkauft Elena Vlad – die am 13. August ihren 58sten Geburtstag feiert – ihre Werke. Etwa Zeichnungen mit “Szenen aus dem Leben einer Frau” und Terracotta-Bilder, die sie für eine Ausstellung in einem Backsteinbau entworfen hatte. Entstanden aus der Idee, Bruchstücke aus der Wand hervortreten zu lassen wie Zeichnungen. Die Plastiken, zurückhaltend akzentuiert, hängen im Kreativraum auf weißem Hintergrund, ihre Wirkung ist trotzdem bewegend. Etwa die des “Engels mit den blauen Flügeln”, oder “Das neue Hemd”, “Im Garten” und “Das Echo”. Zwischen 80 und 350 Euro nimmt Elena für ihre Arbeiten, die sie während ihrer Entstehung betitelt.
Es sind bewegende “Szenen im Leben von Menschen”, die Elena und Aurel Vlad noch bis 15. August im Zehentstadel zeigen. Der Vorsitzende des Kuratoriums Europäische Kulturarbeit, Michael Eibl, nannte sie bei der Ausstellungseröffnung “eine wunderbare Sprache der Fantasie”. (lik)

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Mitteilungsblatt Beratzhausen                                                                                                                                                                                07.08.2014

Danke für einen wunderbaren Kultursommer!

7. August 2014 | Von Beratzhausen
Zum Gelingen des Beratzhausener Kultursommers haben viele Menschen beigetragen! Dass das Internationale Symposium für behinderte und nichtbehinderte Künstler “Anders und doch gleich”, das Kulturfest mit literarischen Höhepunkten und die Sommerakademie ein voller Erfolg wurden, ist vor allem Thomas Reindl, Josef Meier, Richard Schwarz, Rosi Schwarz, Ernst Schmidt, Gabi Fromm, Anna Winkler, Inge Molle, Frau Dr. Riedl Valder, Horst Valder und vielen weiteren Helfern zu verdanken sowie den Gastfamilien Ernst und Marianne Schmidt und Margret Schmeidl sowie den Gasthäusern Petra und Hans Mosner, Kathi Spitzenberger und dem Atelier Helmut Wolf.
Wir danken noch einmal unseren Förderern: Bayerisches Wissenschaftsministerium, Herrn Staatssekretär Bernd Sibler, dem Bezirk Oberpfalz und unseren Schirmherrn Bezirkstagspräsident Franz Löffler, dem Landkreis Regensburg und Landrätin Tanja Schweiger, dem Markt Beratzhausen, dem “Atelier inklusiv” der KJF sowie privaten Spendern.

2014-08-07_Steinbildhauer     2014-08-07_Holzbildhauer
Die Sommerakademie geht in dieser Woche zu Ende und wir laden noch einmal ganz herzlich ein zur Vernissage mit den Steinbildhauern und Holzbildhauern
am Freitag, 8. August, um 19.00 Uhr
am Schlossergelände. Danach gehen wir ins Gasthaus Da Luigi.
Am Sonntag, 10. August, ist von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr die Verkaufsausstellung von Elena und Aurel Vlad “Wenn zwei eins geworden sind” im Zehentstadel geöffnet. Am Freitag, den 15. August ist von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr die Ausstellung nochmals geöffnet und Elena und Aurel Vlad sind an diesem Tag persönlich anwesend.
Kunstinteressierte sollten sich diese einmalige Gelegenheit nicht entgehen lassen, hochklassige Kunst zu erwerben.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Michael Eibl
Vorsitzender Kuratorium Europäische Kulturarbeit e.V.

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                                                                    04. August 2014

Meisterschüler üben sich in Reduktion und Abstraktion
KUNST Bei der Sommerakademie führt Professor Constantin Flondor auf die Spur Kasimir Malewitschs. Der Dozent lehrt seit 22 Jahren in Beratzhausen

2014-08-04_Flondor
Prof. Constantin Flondor rechnete seine Dozententage in 22 Jahren Sommerakademie um auf “ein Jahr Leben in Beratzhausen”. Foto: Kroboth
Von Ingrid Kroboth, MZ

BERATZHAUSEN. Zwischen den Sparren im Dachgeschoss des Zehentstadels hängen “bewegliche Vierecke” auf blauem Grund. “Der Zug ins Unendliche” saust in den zarten Farben aneinander gereihter Rechtecke über die in Pastell grundierte Leinwand. Eine leuchtend bunte Blumenlandschaft reduziert sich in drei Arbeitsschritten von der naturalistischen Darstellung zu einem abstrakten Werk aus Kreisen, Strichen, Quadraten. Für den Betrachter wird der Prozess nachvollziehbar mit der Erklärung von Professor Constantin Flondor in der Abschluss-Ausstellung seiner “Meisterklasse” am vergangenen Freitag.
Teil eins der Sommerakademie Beratzhausen ist damit schon wieder zu Ende: Zwei Wochen mit Öl, Tempera, Gouache, Aquarell und Zeichenstift auf Leinwand, “Vom Naturstudium zu den konstruktiven Elementen in der Malerei”. Weitere Kurse laufen in dieser Woche und werden kommenden Freitag, 8. August, um 19 Uhr, ebenfalls mit einer Ausstellung abgeschlossen.
Mit den zwei Kurswochen nach 22 Jahren Sommerakademie hat der rumänische Professor Constantin Flondor heuer seine Zeit als Dozent in der Marktgemeinde hochgerechnet und ist dabei auf ziemlich genau “ein Jahr Leben in Beratzhausen” gekommen. Immerhin ist er von Anfang an dabei, und das alljährlich mit Kursen über zwei bis drei Wochen. Heuer hatte er seinen fünf Schülerinnen und einem Schüler das Werk des russischen Malers und Begründers der geometrisch abstrakten Malerei, Kasimir Malewitsch, als Grundlage vorgegeben. 1914 hatte der Künstler ein Schwarzes Quadrat auf weißem Grund gemalt und damit die “Empfindung der Gegenstandslosigkeit” dargestellt. Genau hundert Jahre später weckte Flondor bei seinen Meisterschülern diese neue Sensibilität für Form und Farbe, “die Erfahrung von Autorität und Rigorosität der Farben”. Die Kursteilnehmer arbeiteten nach der Devise: “Weniger ist mehr.” Und damit erzielten sie beachtliche Erfolge. Es entstanden Bilder, die abstrakte Kunst, ja den Ursprung ab-strakter Malerei, vermitteln.
Als Vorsitzender des Kuratoriums Europäische Kulturarbeit und Kulturreferent des Marktes nannte Michael Eibl die Sommerakademie – nach dem Künstler-Symposium und Kulturfest – einen weiteren Höhepunkt im kulturellen Leben der Marktgemeinde. Er dankte seinem Helferteam, das sich im Hintergrund um die Organisation der Ateliers, um das Wohl der Gäste und schließlich die kulinarische Versorgung der Ausstellungsbesucher kümmerte. Und Eibl beschrieb den Besuch der rumänischen Künstler an der letzten Ruhestätte von Josef Bezold, an dessen Grabstein jeweils ein Werk der rumänischen Bildhauer Aurel Vlad und Livio Russu eingearbeitet ist.

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                                                                     01. August 2014

Elena und Aurel Vlad stellen gemeinsam aus

 

2014-08-01_Aurel_u_Elena           2014-08-01_Flyer_Vlad

Aurel und Elena Vlad Foto: Kroboth

BERATZHAUSEN. Längst gehören Elena und Aurel Vlad zu den international renommierten Künstlern unserer Zeit. Am Freitag, 1. August, kommt das Paar zu einer besonderen Ausstellung in den Markt. Sie zeigen, “wie aus zwei eins geworden ist”. Dahinter steht der Weg zweier Künstler aus Rumänien, die mit dem Markt eine große Freundschaft verbindet. Aurel Vlad war 1992 beim ersten Bildhauer-Symposium dabei. Er gestaltete auch die Mariensäule in Rechberg, ein Geschenk des Kuratoriums Europäische Kulturarbeit. Elena Vlad begeisterte Beratzhausen mit Ausstellungen, etwa den “Spuren im Leben einer Frau”. Die Vernissage dieser zwei Künstler beginnt am Freitag um 19 Uhr im Zehentstadel. Bereits um 18 Uhr wird im Dachgeschoss des Zehentstadels die Schau der Sommerakademie eröffnet. Gezeigt werden die Bilder der Kursteilnehmer von Prof. Constantin Flondor und Holzplastiken aus dem Kurs Helmut Wolfs.(lik)

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                                                                          28. Juli 2014

Märchenhaftes aus dem Tal der Laber

FREIZEIT Beim Kulturfest in Beratzhausen wurde gelesen, musiziert und gemalt. Bezirkstagspräsident Franz Löffler würdigt die Initiativendes Markts.

VON INGRID KROBOTH,

2014-07-28_Preisträger
Die Jury mit den besten Märchenschreibern und Malern beim Kulturfest in Beratzhausen. Fotos: Kroboth

 

2014-07-28_Pinsel Er griff zu Pinsel und Farben.

 

2014-07-28_Rhythmus Er gibt den Rhythmus vor.

 

2014-07-28_Musikzelt Kinder kamen in die Klangküche des Liedermachers Fredmann Lill.

2014-07-28_Christine

Dr. Christine Riedl-Valder mit Bürgermeister Konrad Meier und Bezirkstagspräsindet Franz Löffler

BERATZHAUSEN. Es war einmal . so fangen Märchen an, auch die aus dem Tal der Schwarzen Laber. Und um sie drehte sich alles beim zweiten Kulturfest auf den Laberwiesen. Freitag und Samstag standen dort lustige Bilder, rührende Geschichten und Musik im Mittelpunkt. Zur Eröffnung – nach einem kräftigen Platzregen mit Blitz und Donner – war auch Bezirkstagspräsident Franz Löffler gekommen.
Schließlich hat sich auch der Bezirk Oberpfalz mit 4000 Euro an den Kosten für das Künstler-Symposium “Anders und doch gleich” beteiligt. “Wo Kunst und Kultur funktionieren, da funktioniert auch die Gesellschaft ein Stück besser”, gab Löffler sich optimistisch. Indes sei Kunst im ländlichen Raum längst nicht mehr selbstverständlich, oft – so wie in Beratzhausen – nur noch mit ehrenamtlichen Kräften möglich.
Mit dem Internationalen Symposium habe der Markt einmal mehr bewiesen, dass Kunst keine Grenzen kenne. Das diesjährige Treffen von Künstlern mit und ohne Behinderung lobte Löffler als “herausragendes, bemerkenswertes Projekt”.
Als Vorsitzender des Kuratoriums Europäische Kulturarbeit führte Michael Eibl in die Bilder- und Geschichten-Ausstellung im Gemeindestadel ein. Er blickte nochmal zurück auf die zehn Symposiumstage, von denen eine umfassende Dokumentation zusammengestellt werde. Außerdem zeichne sich ab, dass die in Beratzhausen entstandenen Kunstwerke auch in London und Wien gezeigt würden.
Bürgermeister Konrad Meier freute sich, mit Löffler einen so hochrangigen Gast begrüßen zu dürfen: “Was gibt’s da noch an Steigerung?”, fragte er. Und er dankte allen, die sich für das Kulturfest engagiert haben.
Federführend dabei war Ortsheimatpflegerin Dr. Christine Riedl-Valder. Sie schaute kurz zurück in die literarische Vergangenheit Beratzhausens : zu Paracelsus, den Bestsellerautor Pfarrer Ott, den hier geborenen Gottfried Kölwel und Autoren der Neuzeit. Damit habe Beratzhausen schon eine gewisse Verpflichtung, literarisch aktiv zu bleiben, meinte Riedl-Valder.
Dieser Meinung waren offenbar auch die fleißigen Märchenschreiber: 70 Kinder im Alter von 9 bis 12 Jahren und zehn Erwachsene aus Beratzhausen, Parsberg, Laaber, Hemau, Nittenau und Bad Abbach waren dem Aufruf gefolgt, “Märchen aus dem Tal der Schwarzen Laber” zu schreiben, malen oder basteln. Und so konnte Riedl-Valder ein breites Spektrum an Geschichten aufzählen: über die Natur, Trockenrasen, Hänge, schroffe Felsen, Pflanzen, den Baum des Lebens, Teufel, Könige, Elfen, Kröten mit Zauberkräften. Auch Liebesgeschichten, etwa aus dem Rosenbusch, waren dabei – die meisten mit gutem Ausgang.
Dagegen war das Interesse an der Klangküche von Liedermacher Fredmann Lill sowie am Leseabend Anton Schweizers und Marion Forster-Grötsch‘ am Freitagabend eher enttäuschend. Ein gleichermaßen trauriges Bild bot sich am Samstagnachmittag, als Anna Beckstein-Pilz gerade mal einer handvoll Kindern beim Umgang mit Pinsel und Farbe zur Seite stand.
Die Lyrik-Werkstatt von Kulturpreisträger Friedrich Brandl blieb leer. Immerhin gesellten sich noch einige Kinder und Erwachsene in Fredmans Klangküche zum Musizieren und Tanzen mit “Tomba-Tomba” und “Jumba Papagei”. Am Abend boten die Autoren Josef Fendl und Friedrich Brandl “Mundart mit Biss”, begleitet von Fredman Lill.

 FREIZEIT Beim Kulturfest in Beratzhausen wurde gelesen, musiziert und gemalt. Bezirkstagspräsident Franz Löffler würdigt die Initiativendes Markts.

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Donaupost                                                                                                                                                                                                              17. Juli 2014

 

„Es war eine wunderbare Zeit intensiver Arbeit“

 

8. Internationales Kunstsymposium: Abschluss eines erfolgreichen Prozesses – Übergabe der Werke

 

Landkreis. (ar) Mit einer Ausstellung und der Übergabe von Werken an den Markt Beratzhausen ging das vom Knratorium für Europäische Kulturarbeit organisierte zehntägige Internationale Kunstsymposium „anders und doch gleich“ zu Ende. Wie dem Titel bereits zu entnehmen ist, handelte es sich um ein etwas anderes Symposium, nämlich das erste für Menschen mit und ohne Behinderung. Von Anfang hatte man vor allem den Fokus auf den Prozess und nicht die vollendeten Werke gerichtet. Die im Rahmen der Abschlussvernissage präsentierten Werke dokumentierten einen ausgesprochen erfolgreichen und von Annäherung geprägten Symposiumsverlauf. Kunst hat wieder eine Katalysatorfunktien übernommen, und zwar sowohl in Bezug auf die Völkerverständigung als auch im Hinblick auf die Annäherung von Behinderten und Nichtbehinderten.

Die neun Künstler aus den vier verschiedenen Ländern Europas hatten in den vergangenen Tagen nicht nur zusammen auf dem Campus gearbeitet, sondern hatten auch zusammengelebt und zusammen gefeiert. Auf diese Weise ist sowohl
aufgrund des künstlerischen als auch des menschlichen Austauschs eine Gruppe entstanden, in der jeder der Beteiligten seinen Platz gefunden hat, in der eine entspannte Atmosphäre vorherrschte. Trotz der internationalen Besetzung spielte die Sprachbarriere keine Rolle, da alle Teilnehmer deutsch sprechen. Eine Hürde galt es jedoch zu nehmen, denn Kurt Sennebogen kann weder sprechen noch hören, aber

auch hier hat man rasch eine Lösung gefunden, nämlich die Kommunikation mittels Zetteln.

 

Interessante Werke

 

Im Laufe der zehn Tage sind ausgesprochen interessante und sehr unterschiedliche Werke entstanden. Installationen, die zum Teil aus vom Wertstoffhof geholten Utensilien hergestellt wurden, Bilder, Postkartenveränderungen, Figurinen, Drucke, Topographien, Postkartengestaltungen und viele weitere Bilder dokumentieren einen künstlerischen Prozess, bei dem Annäherung und Austausch bei gleichzeitigem Erhalt der künstlerischen Individualität deutlich werden. Das Resümee der Teilnehmer Uschi Janig, Wien, Renate Höning, Regensburg, Ludwig Hirtreiter. Bogen, Kurt Sennebogen, Straubing, Kevin Lombard, Regensburg, Michael Armin Wittmann, München, Slav Nedev, Sofia und Professor Dr, Hans Stofer fällt entsprechend positiv aus. Alle sprechen von einer wunderbaren Zeit, von geschlossenen Freundschaften und einem sehr intensiven Arbeiten.

Stofer hob in seiner Abschlussrede zudem die Gastfreundschaft und die Feinfühligkeit der Atelierbesucher in Beratzhausen besonders hervor. Zum Dank für dieses Entgegenkommen überreichte er im Namen aller Teilnehmer dem Kuratorium für Europäische Kulturarbeit eine mit einem Tierdruck und den Namen der Künstler sowie dem Titel des Symposiums gestaltete Fahne. Auch die Projektleiterin Renate Höning, die nicht nur die künstlerische Leitung, sondern auch die Betreuung der Behinderten übernommen hatte, war nicht mit leeren Händen zur Vernissage gekommen, sondern hatte als Gastgeschenk für alle Helfer im Hintergrund Bilder im Gepäck.

 

Dank an die Sponsoren

 

Experiment einzulassen. Angesichts der positiven Resultate sowohl in Bezug auf die entstandenen Werke als auch die Annäherung zwischen den Teilnehmern war er sich sicher, dass dieses Symposium in die Geschichte Beratzhausens eingehen wird. Sein Dank galt auch den Sponsoren, nämlich dem Landkreis, dem Bezirk, dem Wissenschaftsministerium und dem Markt Beratzhausen, die mit jeweils 4000 Euro die Realisierung des Projekts ermöglicht hatten. Den Rest der Finanzierung hatten die Katholische Jugendfürsorge, das Atelier Kunst inklusiv und das Kuratorium Europäische Kulturarbeit gestemmt.

Nach der symbolischen Übergabe der Werke stand zum Abschluss noch einmal das gemeinsame Feiern im Vordergrund, und zwar mit allen zu der Vernissage gekommenen Gästen. Markus Engelstaedter & Band sorgten für musikalische Unterhaltung und der Überraschungsgast, die Schauspielerin Katharina Elisabeth Kram, nahm die begeisterten Zuhörer musikalisch auf eine amüsante Wien-Reise mit.

 

Text und Foto: Beate Awanitaki

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                                                                             17. Juli 2014

Die verbindende Kraft der Kunst

SYMPOSIUM „Anders und doch gleich“: In Beratzhausen fanden sich erstmals behinderte und nicht behinderte Künstler. Das Ergebnis beeindruckt.

2014-07-17_Landkarte                                           2014_07-17_Feder

Ein Werkstattbesucher vor dem                                   Installation von Uschi Janig (Wien)
topografischen Gemälde von Slav Nedev                   am Bürohaus der einstigen
                                                                                                     Schlosserei

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“3 modisch-surreale Figuren” von Rudolf Bodmeier

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Holzschnitt von Kurt Sennebogen, als Fahne, mit den Namen der Teilnehmer

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Ein Stück Holz und ein Flaschenfragment, das Mullbinde birgt, fest aneinandergefügt mit blutroter Schnur: Das Objekt ist eines der Werke, die Hans Stofer beim Künstlersymposion in Beratzhausen geschaffen hat. Fotos (5): Michael Scheiner

Von Michael Scheiner, MZ

Beratzhausen. “Ich komm wohin. Da wickele ich ein paar Sachen ein.” Lapidar hört es sich an, wenn Hans Stofer über seine Arbeit beim Internationalen Künstlersymposium in Beratzhausen spricht. “Und dann geh ich wieder.”, schiebt er mit verstecktem Schmunzeln hinterher, wobei ihm der Schalk aus den Augen blitzt. Der Professor aus London, gebürtiger Züricher, war sicher der prominenteste unter den zehn Teilnehmern der zehntägigen Kunsttagung. Seit über 20 Jahren wird das Symposion alle paar Jahre vom Kuratorium Europäische Kulturarbeit e.V. arrangiert.

Bisher lag der Fokus auf internationaler Begegnung und Zusammenarbeit. In diesem Jahr arbeiteten, diskutierten, experimentierten und wohnten erstmals Kunstschaffende mit und ohne Behinderung zusammen. Explizit weist darauf der scheinbar widersprüchliche Titel “Anders und doch gleich” hin, der Disparates zusammenpackt. Disparat mutet daher auch die Zusammensetzung der Kunstschaffenden an. Schnell stellte sich aber für alle Beteiligten heraus, dass Kreativität, Spontaneität und inneres Streben nach fantasievoller Auseinandersetzung keine Begrenzung in einer Behinderung findet, sondern höchstens in äußeren Umständen.
Ein Geschenk an Beratzhausen

Die Umstände – vor allem für Beteiligte, die bisher keine Berührung mit behinderten Menschen hatten, waren sie 2014 manchmal anstrengend und eine Herausforderung. Die Wienerin Uschi Janig – sie beschäftigt sich auf poetisch-tiefgründige Weise mit dem gesellschaftlichen Phänomen pausenloser Reizüberflutung – erzählt, wie sie mit dem taubstummen Straubinger Kurt Sennebogen sogar über philosophische Fragen kommuniziert habe. “Anfänglich war es schwierig und es gab Missverständnisse”, legte sie den Prozess dar. “Nach drei Tagen konnte ich aber seine Gesten und seine Körpersprache deuten und wusste, er braucht Farbe, eine Leinwand oder ein Messer zum Holzschneiden.”

Janig und Sennebogen haben dann auch an einzelnen Projekten zusammengearbeitet. Daneben sind, wie bei allen Teilnehmenden, eigene Kunstproduktionen entstanden: Farbstarke Bilder, skurrile und launige Objekte wie die “Windmaschine” von Michael Armin Wittmann, Grafiken, sowie Linol- und Holzschnitte. Ein in Holz gefertigtes Tiermotiv von Sennebogen, das an alte Höhlenzeichnungen erinnert, ist am Ende auf Leinwand gedruckt und von allen unterschrieben worden. Als Sinnbild für den gemeinsamen Lernprozess und die gelungene Zusammenarbeit ist das Werk als Geschenk an die Gemeinde übergeben worden, neben weiteren Kunstproduktionen der Teilnehmer.
Bereits während des Symposiums kamen täglich Besucher in der alten Schlosserei, die als Werkstatt und Lebensraum diente, vorbei. Beim Abschlussabend fasste der Raum kaum die zahlreichen Gäste. Die Teilnehmer hatten ihre Vulkanbilder, die verschnürten und beschrifteten Fundobjekte (Prof. Hans Stofer), die surreal-symbolischen Modefigurinen (Rudolf Bodmeier, München), die leuchtenden Akte (Sennebogen), expressiven Tiergrafiken (Kevin Lombard, Regensburg) und die sorgfältig inszenierten topografischen Ansichten Beratzhausens (Slav Nedev, Sofia) zu einer beeindruckenden Ausstellung komponiert.

Duftiges von der Drahthäklerin

Die Künstler präsentierten mit der Ausstellung einerseits Ergebnisse, aber auch Prozesse der mehrtägigen gemeinsamen Arbeit. Gleichzeitig dankte die Gruppe den Menschen im Markt Beratzhausen, “von denen immer einer zur Stelle war, wenn etwas gebraucht wurde”, sprudelte Renate Höning fast über. Die “heimliche” Projektleiterin ist selbst kaum dazu gekommen, an ihrer Kunst zu arbeiten und Eigenes zu schaffen. Die engagierte Kunstpädagogin und weitum geschätzte Drahthäklerin war mit Führungen, Pressekontakten, aber auch der Verantwortung gegenüber den behinderten Teilnehmern gründlich beschäftigt. Sie achtete darauf, dass Medikamente richtig eingenommen und persönliche Rituale eingehalten werden konnten. Ohne bestimmte Alltagsstrukturen kann beispielsweise Rudolf Bodmeier vom Münchner “atelier hpca” zur Förderung von Künstlern mit geistiger Behinderung schlicht nicht arbeiten.
Zu Symposion-Beginn war Höning mit Michael Eibl, Vorsitzender des Kuratoriums, am Aufbau einer Ausstellung im Zehentstadel beteiligt. Jeder Teilnehmer brachte zwei fertige Arbeiten mit. Hönings Beitrag waren zwei zarte, duftige Drahtgespinste, die sich auf die Ausstellungswände setzten.

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                                                                          12.07.2014

 

Zum Abschluss gibt es heute eine Party

 

Das Multitalent würde sich gerne im Radio hören

2014-07-05_Ludwig_Hirtreiter

Ludwig Hirtreiter aus BogenFoto lik

 Ludwig Hirtreiter (24 Jahre) kommt aus Bogen und hat “schon immer gemalt”. Als Kind ging er mit Farbstiften und Wasserfarbe zu Werke. Heute arbeitet er mit Öl, Kreide, Kohle, Bleistift und Linoldruck – “alles aus dem Kopf”. Frauen schnitzt er besonders gerne in Holz. Damit nicht genug: Er spielt Theater, singt und beherrscht nicht nur verschiedene Instrumente – wie Keyboard und Schlagzeug – sondern baut sie auch: etwa ein Didgeridoo oder beim Symposium eine Rassel aus Holzstab und Plastikbechern. Nur zu gerne würde er sich mal mit seiner Musik im Radio hören: “Das wäre schööön!”. Ludwig arbeitet in kleinen Firmen, wohnt daheim bei Mama und fährt mit ihr gerne zu Musicals, etwa nach Hamburg und Berlin. Sein künstlerisches Talent wurde schon früh gefördert, als er noch im Nardini-Heim lebte, später in der “Schule der Fantasie” in Bogen und auch in der Schauspielschule. Jeden Mittwoch fährt er nach Regensburg in das Atelier “Kunst inklusiv” bei Renate Höning. Und auch in Beratzhausen fühlt Ludwig sich wohl. (lik)

 

Sein Ziel ist Kunst, die sich benutzen lässt

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Michael Armin Wittmann Foto: lik

Michael Armin Wittmann (23 Jahre) kommt aus München, wo er an der Akademie der Bildenden Künste studiert. “Kunst ist für mich eine Notwendigkeit”, beschreibt er seine Entscheidung. Er sucht den Kontext, also den Zusammenhang verschiedener Materialien, die gerade greifbar sind. Er schafft Objekte, Installationen, die sich bewegen, benutzen lassen. Michael lässt Zufallsfiguren zur bildlichen Kommunikation entstehen.

Dabei arbeitet er nicht figürlich, sondern legt Wert auf benutzbare Kunst – ähnlich dem Ansatz von Ludwig, der ja auch Instrumente zum Gebrauch baut. Für Michael ist der Moment wichtig, nicht das Produkt, sondern der Prozess. Und da entspricht das Symposium auch seinen Vorstellungen von Teamarbeit: Gruppen, die sich spontan zusammenfinden, Objekte, die aus dem entstehen, was Ort und Situation gerade hergeben – und “ich profitiere von den anderen”. Die Arbeit mit behinderten Künstlern hatte er als Zivildienstleistender im Pater-Rupert-Meyer-Zentrum kennen und schätzen gelernt. (lik)

Zum Abschluss gibt es heute eine Party

 BERATZHAUSEN. Das Künstlersymposium unter dem Motto “Anders und doch gleich” geht zu Ende. Zehn Tage hatten acht Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderung das Schlossergelände zu einem weiträumigen Atelier umgestaltet. Sie schufen Bilder, Plastiken, Installationen, Gemeinschaftsprojekte. Heute um 19 Uhr präsentieren die Kunstschaffenden ihre Werke auf dem Schlossergelände. Jeweils eine Arbeit daraus werden sie für die Kunstsammlung des Marktes Beratzhausen und des Kuratoriums Europäische Kulturarbeit übergeben. Danach – ab 20 Uhr – sind Künstler und Marktbewohner zur “Party mit Markus Engelstädter & Band” in den Zehentstadel eingeladen. Der Eintritt ist frei. Zum Abschluss stellt die MZ auch heute nochmal zwei der Künstler vor.

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                                                                            12.07.2014

 

 

 

“Anders und doch Gleich” ist das Motto

 

BERATZHAUSEN. Wieder einmal ist “Europa zu Gast in Beratzhausen”, diesmal unter dem Motto: “Anders und doch Gleich.” Das Kuratorium Europäische Kulturarbeit hat das 8.Kunstsymposium erstmals aber für Künstler mit und ohne Behinderung organisiert. Noch bis zum 16. Juli arbeiten die Kunstschaffenden – verteilt auf dem ehemaligen Schlossergelände – teils bis spät in die Nacht an ihren Bildern, Plastiken, Installationenen, Gemeinschaftsprojekten. Wer den Gästen aus Wien, Sofia, London, München, Straubing, Bogen und Regensburg über die Schultern schauen möchte, sollte sich an die Besuchszeiten täglich von 16.30 bis 17.30 Uhr (mit Führung) halten, um die Künstler nicht zu oft bei der Arbeit zu unterbrechen. Die MZ stellt heute zwei weitere Künstler vor.
Aus Luftaufnahmen entstehen Kunstwerke

 

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Slav Nedev aus Sofia Foto: Kroboth

 

Slav Nedev (47 Jahre) lebt in Sofia und ist mit dem Flugzeug aus Bulgarien angereist. In Beratzhausen fühlt er sich wohl: “Ein angenehmer Ort, ruhig und für das Symposium sehr passend.” Nedev arbeitet neben der Malerei auch an Installationen am Computer für 3D-Bilder – lebt aber eher von angewandter Kunst, vom Design etwa für Geschäfte und Visitenkarten. Nedev malte als Gymnasiast, später faszinierten ihn Ikonen. Heute sind es Luftaufnahmen von Städten und Gemeinden. Nedev schafft daraus mit Öl auf Leinwand beeindruckende Kunstwerke. “Ich finde Pläne interessant”, beschreibt er seine Inspiration durch Wohngebiete, die an natürliche Gegebenheiten angepasst sind, oder auch Brücken, die am richtigen Platz stehen: “Von oben sieht man die Welt anders.” Auch Beratzhausen, das der Künstler zu einer Topographie verarbeitet. Zu Hause arbeitet er an einem Projekt, das auf den gelben Kopfsteinen vor dem zur Nationalen Kunstgalerie umgenutzten ehemaligen Königspalast entstehen soll: eine Installation aus Müllcontainern, um auf die Mengen von Abfall aufmerksam zu machen, die ganze Wohngebiete in Müllhalden verwandeln. (lik)

 

In dieser Bilderserie haben alle Tiere eine Chance

 

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Kevin Lombard aus Regensburg Foto: Kroboth

 

Kevin Lombard (22 Jahre) aus Regensburg möchte von Slav gerne die Malerei mit Ölfarben lernen. Denn genau das hat der junge Mann bisher noch nicht probiert. Und doch ist er schon ein recht vielseitiger Künstler, der seine Fantasien und Gefühle mit Linolschnitt und Farben zu Papier bringt. Er lebt im Pater-Mayer-Zentrum in Lappersdorf, arbeitet dort in der Schreinerwerkstatt und nutzt seine Freizeit für die Kunst. Als großer Tierfreund hat Kevin eine “Tierreihe” mit Linolschnitten vorbereitet. “Tiere gehören auch zum Leben, zu unserer Welt”, sagt er und plädiert dafür, auch diese Lebewesen zu respektieren, anstatt so viele davon zu schlachten. In seiner Bilderserie haben alle Tiere die Chance, aufgenommen zu werden. Beim Symposium hat Kevin neue Leute kennengelernt, neue Kunstrichtungen und -techniken. “Ich habe schon viele Freunde gefunden”, freut er sich über das kollegiale Miteinander von behinderten und nichtbehinderten Künstlern. Der junge Mann will auch noch einiges ausprobieren, etwa den Holzschnitt. “Kunst macht Spaß”, sagt er über seine Leidenschaft schon in der Kindheit, als er noch Mandalas ausmalte. (lik)

 

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 Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                                                                              11.07.2014

 “Anders und doch Gleich” ist das Motto

BERATZHAUSEN. Wieder einmal ist “Europa zu Gast in Beratzhausen”, diesmal unter dem Motto: “Anders und doch Gleich.” Das Kuratorium Europäische Kulturarbeit hat das 8.Kunstsymposium erstmals aber für Künstler mit und ohne Behinderung organisiert. Noch bis zum 16. Juli arbeiten die Kunstschaffenden – verteilt auf dem ehemaligen Schlossergelände – teils bis spät in die Nacht an ihren Bildern, Plastiken, Installationen, Gemeinschaftsprojekten. Wer den Gästen aus Wien, Sofia, London, München, Straubing, Bogen und Regensburg über die Schultern schauen möchte, sollte sich an die Besuchszeiten täglich von 16.30 bis 17.30 Uhr (mit Führung) halten, um die Künstler nicht zu oft bei der Arbeit zu unterbrechen. Die MZ stellt heute zwei weitere Künstler vor.

Installierte Malerei von Exoten unter Exoten

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Uschi Janig aus Wien

Uschi Janig (41 Jahre) kommt aus Wien und hat sich auf Malerei und Installationen konzentriert. Bei der Vernissage zum Auftakt des Symposiums zeigte sie sozusagen die Skizzen für ihre “installierte Malerei” in Beratzhausen – bezogen auf die soziale und räumliche Umgebung. Sie holt sich für ihre Werke Details aus einem Ganzen heraus, konzentriert sich auf eine Sache, distanziert zur Reizüberflutung unserer Zeit. “Kunst als Beruf ist kein Spaß”, sagt sie ohne Wehklagen, aber mit der Gewissheit: “Scheitern gehört dazu!” Als Profi weiß sie, dass Künstler erst einmal 20, 30, 40 Jahre an sich selber glauben und sich die Frage beantworten müssen: “Was strebe ich an?” Janig lebt von der Kunst – “nicht wahnsinnig gut, aber wir kommen durch”. Sie übernimmt Auftragsarbeiten, gestaltet Hausfassaden, etwa in Wien und am Flughafen. Bei ihrer Bewerbung zum Symposium in Beratzhausen fragte sie sich: “Sind wir Exoten unter Exoten?” Künstler und Menschen mit Behinderung – beide Gruppen am Rand der Gesellschaft positioniert. In Beratzhausen arbeiten sie zusammen, für Janig ein interessanter Aspekt. (lik)

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Rudolf Bodmeier aus München

Rudolf Bodmeier (53 Jahre) aus München arbeitet im Heilpädagogischen Zentrum Augustinum in München, dem “Ferrari unter den Werkstätten” für Behinderte. Bodmeier bringt schon ein ausgeprägtes Können und Wissen aus seiner täglichen künstlerischen Tätigkeit mit. Und doch hat er von Uschi Janig auch schon was gelernt: eine neue Technik zur Verstärkung seiner Figuren. Denn ebenso wie Janig schneidet er seine mit Fineliner und Farbstiften geschaffenen Zeichnungen aus und klebt sie dann auf eine stabile Unterlage. Sie arbeiten beide gegenständlich und haben noch eine weitere Verbindung gefunden: “Uschi kommt aus Wien, wo ich schon ausgestellt habe”, erinnert sich der seit dem Babyalter behinderte Künstler. Er erzählt von den Bühnenbildern, die er für das kleine Tams-Theater der Münchner Freiheit in Schwabing mit seinen “Figurinen” gestaltet hat. Seine Werke sind bis zu zwei Meter groß, und mit viel Fantasie gezeichnet. 2700 Figuren hat Rudi Bodmeier bereits geschaffen. Angefangen hatte alles mit Strichmännchen, die er als Elfjähriger im Kampf gegen seinen Bruder einsetzte. (lik)

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Tangrintler Nachrichten                                                                                                                                                                                            04.07.2014

 

Jazz-Night mit Lisa Wahlandt & Band

 

Beratzhausen (ab). Zum Auftakt des 1. Internationalen Künstlersymposium für Künstler mit und ohne Behinderung „Anders und doch gleich“ lädt das Kuratorium Europäische Kulturarbeit am Sonntag, 6. Jnli, um 19 Uhr zur Vernissage mit Werken der teilnehmenden Künstler ein. Um 20 Uhr beginnt dann die Jazz-Night mit Lisa Wahlandt & Band im Beratzhausener ZehentstadeI.

Lisa Wahlandt ist eine facettenreiche Künstlerin, die es versteht. ihr Publikum zu verzaubern. Auf der einen Seite glänzt sie mit ihren Jazz-, Swing und Bossa Nova-Programmen, auf der anderen Seite mit ihren Marlene-Liedem. Während andere Künstler an der Ikone Marlene Dietrich gescheitert sind. gelingt es Lisa Wahlandt aufgrund ihres Charismas. ihrer Persönlichkeit, ihres Charakter und ihres musikalischen Könnens, ihr Publikum mit diesen Liedern gefangen LU nehmen, sie zu entführen. Wahlandt hat am Bruckner Konservatorium in Linz studiert und arbeitet seitdem als freiberufliche Künstlerin. Während ihres Stipendiums an der Manhattan School of Music in New York ist sie bereits 1994 dort in Jazzclubs aufgetreten und hat am Bryant Park Jazzfestival teilgenommen. Von 1996 bis 2003 war sie Dozentin an der Berufsfachschule für Jazz und Popularmusik in Regensburg. Seit 1997 bis heute wirkt sie bei Film-, Funk und Fernsehproduktionen mit. Beispiele hierfür sind unter anderem die Titelmelodie der Sitcom „Die Nanny“ oder der Kinofilm „Heinrich der Sänger“. Nun besteht die einmalige Gelegenheit, diese großartige Künstlerin in Beratzhausen zu erleben. Der Eintritt ist frei, für Speisen und Getränke wird in bewährter Form das Team des Kuratoriums für Europäische Kulturarbeit sorgen.

Foto und Text: Awanitaki

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Tangrintler Nachrichten                                                                                                                                                                                                 11.07.2014

 

Jazzabend mit Lisa Wahlandt

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 B e r a t z h a u s e n (ab). Nachdem Lisa Wahlandt & Band das Regensburger Publikum heuer bereits bei der Blauen Nacht begeistert hatte, verzauberte  sie am vergangenen Sonntag das Beratzhausener Publikum mit ihren Songs. Nicht auf einer blauen, sondern auf einer in Rottönen angestrahlten Bühne präsentierte sie zunächst die Marlene-Dietrich-Lieder. Sie interpretierte diese nie in Vergessenheit geratenen Melodien auf eine bezaubernde Art und hauchte ihnen Leben ein. Auch Marlene sei anders gewesen, erinnerte Wahlandt an die zur damaligen Zeit provokanten Auftritte der Chanson-Sängerin und schlug auf diese Weise den Bogen zum Titel des 1. Internationalen Kunstsymposiums für behinderte und nichtbehinderte Künstler. Ihr Konzertabend im voll besetzten Zehentstadel bildete einen fulminanten Abschluss der Auftaktveranstaltung des zehntägigen Symposiums. Aufn.: ab

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Volksfestzeitung                                                                                                                                                                                                              10.07.2014

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 Alle drei Jahre wird der Beratzhausener Kultursommer von einem Highlight geprägt: dem vom Kuratorium Europäische Kulturarbeit organisierten Kunstsymposium.

Heuer werden sich in den Volksfestzug wieder Künstler aus der Region und dem europäischen Ausland einreihen. Der anschließende Festzeit besuch versteht sich von selbst, sodass sich bereits hier eine wunderbare Gelegenheit ergibt, die Symposiumsteilnehmer in lockerer Atmosphäre kennen zu lernen.

Heuer gibt es jedoch eine Besonderheit, auf den der Titel des Symposiums „anders und doch gleich“ bereits hinweist. Es handelt sich um das 1. Internationale Kunstsymposium für behinderte und nichtbehinderte Künstler. In den zehn Tagen rund um das Volksfest werden diese Menschen zusammen wohnen und arbeiten, in einen Dialog treten und daraus etwas neues entstehen lassen.

Die sieben Teilnehmer kommen aus vier verschiedenen europäischen Ländern, somit wird wiederum der europäische Gedanke eine Rolle spielen. Neben der Völkerverständigung geht es gleichzeitig um den Austausch zwischen Behinderten und Nichtbehinderten. Aus diesem Grund werden auch nicht die Kunstwerke als solches im Mittelpunkt stehen, sondern der Prozess der zu der Umsetzung eines Themas führt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, den Kunstschaffenden im Schlossergelände über die Schulter zu schauen. Nicht entgehen lassen sollte man sich die Abschlussfeier mit der Übergabe der Kunstwerke am 15. Juli um 19 Uhr im Zehentstadel.

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Donaupost                                                                                                                                                                                                                         10.07.2014

Der Beginn eines spannenden Prozesses

Auftakt zum Kunstsymposium – Erstmals mit behinderten und nichtbehinderten Künstlern

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Neun Künstler haben ihre Werke zum Symposiumauftakt im Zehentstadl präsentiert und werden nun für zehn Tage im Schlossergelände neue Ideen entwickeln und umsetzen (links). – Mit Marlene-Liedem sorgte Usa Wahlandt für einen fulminanten Abschluss der Auftaktveranstaltung (Mitte). – Mehrere kleine Projekte sind Bestandteil des Arbeitsprozesses. an deren Umsetzung sich Kevin Lombar, Ludwig Hirtreiler, Renale Höning, Rudolf Bodmeier und Professor Hans Stofer (von links) gemacht haben (rechts). (Fotos: Arwanitaki)
Landkreis. (ar) Das vom Kuratorium Europäische Kulturarbeit initiierte 8. Internationale Kunstsymposium in Beratzhausen weist heuer einige Besonderheiten auf, denn es steht unter dem Motto „anders und doch gleich“ und ist das 1. Internationale Kunstsymposium für behinderte und nichtbehinderte Künstler. Die Künstler stammen zwar wie in den vorangegangenen Symposien auch, aus verschiedenen Ländern, doch diesmal sprechen alle deutsch, so dass hei Austausch und Dialog keine Sprachbarrieren im Weg sein werden. Bereits bei der Auftaktvernissage im Beratzhausener Zehentstad! wurde deutlich, dass man am Anfang eines spannenden Prozesses steht, dass man gespannt auf die Entwicklung dieses Zusammentreffens der neun Künstler aus vier Ländern sein darf.

Im Kreativraum des Zehentstadls sind derzeit ganz unterschiedliche Darstellungsformen zu sehen, denn jeder Symposiumsteilnehmer hat zwei seiner Werke mitgebracht. Im Rahmen der Vernissage stellten sich die Künstler nicht nur selber vor, sondern gaben kurze Erläuterungen, warum sie gerade diese Bilder respektive Installationen ausgesucht hatten. Rudolf Bodmeier aus München der sich schon an internationalen Projekten beteiligt hat, hatte sich für eine Renaissance-Figur und eine als Blüte dargestellte Bauchtänzerin entschieden, denn Figurinen sind die für ihn typische Darstellungsformen und einige von ihnen hatten auch schon ihren Auftritt in einer Münchner Theaterinszenierung.

Am liebsten Frauen

Ludwig Hirtreiter aus Bogen hat bereits am Kunst-Preis teilgenommen, arbeitet im Andreasstadl und auch wenn ilnn laut eigener Aussage die Frauen als Motive am liebsten sind, hat er Raumdarstellungen für die Vernissage gewählt.

Er sei sehr tierlieb, gab Kevin Lombard aus Regensburg bekannt und präsentiert daher Tierlinolschnitte. Teile aus seiner Topografieserie hat Slav Nedev aus Sofia ausgestellt und er plant nun, sich im Rahmen des Symposiums mit der Geografie rund um Beratzhausen auseinanderzusetzen. Nedev hat bereits eine Reihe von Preisen für seine Werke bekommen und zahlreiche Ausstellungen auf der ganzen Welt bestritten. Dies gilt auch für die Wiener Künstlerin Uschi Janig, die versucht, mit ihren Ruhe ausstrahlenden Pergamentdarstallungen für eine gewisse Entschleunigung zu sorgen.

Den nicht sprechenden und hörenden Kurt Sennebogen aus Straubing stellt die Projektleiterin Renate Höning als einen Künstler vor, der besondere handwerkliche Fähigkeiten vorzuweisen hat und dessen Werke bereits beim Straubinger Sommerworkshop Kunst und Kultur zu sehen waren. Das Kommunikationsdefizit werde man mittels Zetteln überwinden und auf diese Weise Sennebogen komplett in das Geschehen mit einbeziehen, denn die Teilhabe spielt auch bei dem Symposium eine große Rolle. Mit großformatigen „emotionalen Landkarten“ in Kohle präsentiert sich der in der Schweiz geborene Professor Hans Stofer aus London und weist darauf hin, dass eigentlich der Körper den Schatten werfe, doch manchmal der Schatten vom Körper Besitz ergreife.

Mit zu benutzenden, beweglichen Holzarbeiten ist Michael Armin Wittmann aus München nach Beratzhausen gekommen und freut sich nun darauf, durch den Austausch mit den anderen neue Wege beschreiten zu können, wobei ihn besonders fasziniert, wenn man zu Beginn der Arbeit noch nicht weiß, wie das Resultat aussehen wird.

Mit den für sie typischen, die Form verlierenden Drahtflechtarbeiten stellt sich die Heilpädagogin und Leiterin des Ateliers „Kunst inklusiv“ Renate Höning, selber vor. Nun werden diese fünf ganz unterschiedlichen Künstler zusammen etwas Neues entstehen lassen. Sie werden, so wie für ein Symposium typisch, zusammen leben und arbeiten und sie werden sich auch an den örtlichen Feierlichkeiten, sprich dem Beratzhausener Volksfest beteiligen.
Durch die erfolgreichen Kunstprojekte von Behinderten in der Region sei die Idee entstanden, diese Form des Kunstsymposiums zu wählen, erläuterte der Kuratoriumsvorsitzende Michael Eibl im Rahmen seiner Begrüßung.

Inzwischen haben die Künstler die Ateliers im Schlossergelände bezogen und dieses Areal zu ihrem Mittelpunkt erklärt. Noch sind keine festen Tandems aus behinderten und nichtbehinderten Teilnehmern

entstanden, sondern man lernt sich kennen, hat sich in einen spannenden, von einem Suchen und Finden geprägten Prozess begeben. Da sich die Künstler untereinander nicht kennen, spielen genau dieses Kennenlernen, der Dialog und die Annäherung eine große Rolle. Nicht ein zu vollendendes Kunstwerk steht im Mittelpunkt, sondern die Entstehung. Genau dies will man dokumentieren, denn diese Dokumentation wird einen Teil der Abschlussvernissage bilden.

Am Dienstag, 15. Juli, werden die Symposiumsteilnehmer ihre Arbeitenim Rahmen der Abschlussveranstaltung um 19 Uhr im Schlossergelände (Schlosserweg, Beratzhausen) präsentieren.

Zu diesem Anlass hat sich auch der Schirmherr, Bezirkstagspräsident Franz Löffler, angesagt. Im Anschluss an den offiziellen Teil darf mit Markus Engelstaedter & Band gefeiert werden.

Foto und Text: Awanitaki

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Bürgerzeit                                                                                                                                                                                                                          10.07.2014

 

Auftakt zum Symposium: Kunst zwischen London und Sofia

Beitrag geschrieben von Kathrin | 09.07.2014

2014-07--10_Bürgerzeit

BERATZHAUSEN. Mit einer Ver­nissage und einer Jazz-Nacht mit Lisa Wahland hat das 8. Inter­nationale Kunstsymposium des Kuratoriums Europäische Kultur­arbeit in Beratzhausen begonnen. Rudolf Bodmeier aus München, Ludwig Hirtreiter aus Bogen, Re­nate Höning aus Regensburg, Uschi Janig aus Wien, Kevin Lom­bard aus Regensburg, Slave Ne­dev aus Sofia, Kurt Sennebogen aus Straubing, Prof. Hans Stofer aus London und Michael Armin Wittmann aus München werden in den nächsten zehn Tagen unter dem Motto „Anders und doch gleich“ auf dem „Schlosserge­lände“ arbeiten. Dort kann man sie besuchen und den Künstlern über die Schulter schauen. Kul­turreferent Michael Eibl stellte die Künstler des ersten Symposiums für Menschen mit und ohne Be­hinderung den zahlreichen Be­suchern vor. Es sollen Einzel- und Gemeinschaftsarbeiten geschaf­fen werden, von denen je ein Werk in der Kunstsammlung der Euro­pagemeinde verbleibt. Am 15. Juli zum Anschluss spielt Markus Engelstaedter mit Band. Man darf gespannt sein, welche Werke die Symposiumsteilnehmer dann präsentieren.

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                                                                             10.07.2014

 

Das Kunstsymposium in Beratzhausen

“Anders und doch Gleich” ist das Motto

BERATZHAUSEN. Wieder einmal ist “Europa zu Gast in Beratzhausen”, diesmal unter dem Motto: “Anders und doch Gleich.” Das Kuratorium Europäische Kulturarbeit hat das 8.Kunstsymposium erstmals aber für Künstler mit und ohne Behinderung organisiert. Noch bis zum 16. Juli arbeiten die Kunstschaffenden – verteilt auf dem ehemaligen Schlossergelände – teils bis spät in die Nacht an ihren Bildern, Plastiken, Installationen, Gemeinschaftsprojekten. Wer den Gästen aus Wien, Sofia, London, München, Straubing, Bogen und Regensburg über die Schultern schauen möchte, sollte sich an die Besuchszeiten täglich von 16.30 bis 17.30 Uhr (mit Führung) halten, um die Künstler nicht zu oft bei der Arbeit zu unterbrechen. Die MZ stellt heute zwei der Künstler vor.

 

„Bei Kunst gibt es kein richtig oder falsch“

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Prof. Hans Stofer Foto: Kroboth

Hans Stofer (57 Jahre) ist in Zürich geboren und lebt heute in London, wo er als Professor am Royal-Collage of Art die Fächer Schmuck und Metall unterrichtet. Sein Interesse beim Symposium in Beratzhausen gilt weniger der Kunst, als vielmehr dem Prozess, wie Räume gestaltet werden, der Einzelne sich ausdrückt. “Bei der Kunst gibt es kein richtig oder falsch”, sagt er und verweist auf die verschiedenen Möglichkeiten der Darstellung. “Kunst sind hier die zehn Tage”, beschreibt er das Projekt in Beratzhausen mit seinem flüssigen, lebendigen Rahmen. “Das ist einmalig”, schwärmt Stofer von der gemeinsamen Arbeit auf dem weitläufigen Schlossergelände, das allen Teilnehmern reichlich Abstand, aber auch kollegiale Nähe ermöglicht.
Eigentlich arbeite er gerne alleine, räumt der Schweizer ein. Doch bei diesem Symposium fühle er sich ausgesprochen wohl: “Es gibt keinen Konkurrenzkampf.” Was hier entstehe, sei sehr intellektuelle Kunst, die von anderen Leuten oft nur schwer zu verstehen sein dürfte. Die Kollegen mit Behinderung seien in ihrem Arbeitsverhalten impulsiv und reagierten “sehr sensibel auf Spannungen”. Da sei es selbstverständlich, dass die Annäherung ein paar Tage gedauert hat. (lik)

 

Neue Impulse für Werke in zarten und satten Farben

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Kurt Sennebogen Foto: Kroboth

Kurt Sennebogen (62 Jahre) kommt aus Straubing und kann sich mit seinen Künstlerkollegen nur mit Papier und Stift “unterhalten”. Er ist taubstumm. Deshalb hat Projektleiterin Renate Höning das Programm entsprechend aufgebaut: Immer liegt Schreibzeug bereit und spontan wurde eine “Bildsprache” entwickelt: Alle Teilnehmer fotografierten ihre Kollegen, hielten sich gegenseitig so mit der Kamera fest, wie sie die anderen sehen, nur mit dem Finger am Auslöser. Sennebogen ist schon nach wenigen Tagen in der Künstlerkolonie entspannter, fühlt sich wohl. Seine Arbeiten mit teils satten, teils zarten Farben auf Papier haben sich verändert. Das Symposium gibt ihm neue Impulse. Anders als in dem Wohnheim, in dem er sonst lebt und wo seine Freizeit limitiert ist. Besonders gefällt ihm “das Zusammensein mit anderen, mit allen, auch mit denen ohne Behinderung.” Die Unterhaltung läuft mit Händen und Füßen, ein wenig kann der große kräftige Mann auch von den Lippen ablesen. Ihm kommt das offene Ende der Tagesplanung zugute. Denn nach einem vollen Arbeitstag und gemeinsamen Abendessen kehrt er zurück in die Ateliers, um bis in die späte Nacht an seinen Werken zu schaffen. (lik)

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                                                                             09.07.2014

Zehn Tage wird „Anderssein“ zelebriert

PREMIERE Beim 8. Internationalen Symposium in Beratzhausen arbeiten erstmals Künstler mit und ohne Behinderung gemeinsam. Zur Vernissage gab es Jazz.

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Die Regensburger Jazz-Sängerin Lisa Wahland und ihre Band beeindruckten bei ihrem Konzert im Beratzhausener Zehentstadel. Fotos: Korboth

Von Ingrid Kroboth, MZ

BERATZHAUSEN. Die Luft war drückend schwül am Sonntagabend im Zehentstadel, zum Auftakt des “8. Internationalen Künstlersymposiums Beratzhausen”. Neun Künstlerinnen und Künstler stellten sich hier mit jeweils zwei, drei Werken vor, in entspannter Stimmung, ohne Hektik. Passend zur Leitidee dieses Künstlertreffens im Markt: “Anders und doch Gleich.”
Erstmals treffen sich hier Kunstschaffende mit und ohne Behinderung zum gemeinsamen Arbeiten, Feiern, Reden. “Schön, dass ihr da seid”, hieß Kulturreferent Michael Eibl die zwei Frauen und sieben Männer willkommen. Erst am Sonntag waren sie angereist und hatten die Ausstellung innerhalb von zwei Stunden aufgebaut.
Bisher hatte das Kuratorium Europäische Kulturarbeit Beratzhausen als Organisator des Symposiums immer Künstler aus Ost- und Westeuropa zusammengebracht. 2014 wird in den zehn Tagen “das Anderssein” gelebt und zelebriert. Ein weiterer Schritt nach dem Motto des langjährigen Vorsitzenden Josef Bezold, der “die Kunst als Katalysator zur Völkerverständigung” erkannt und gefördert hatte.

2014_Symposium_Vernissage

Kulturreferent Michel Eibl mit den neun Künstlerinnen und Künstlern, die bis zum 15. Juli “Anders und doch Gleich” ihre Kreativität ausleben werden.

Diesmal kommt dazu das Verständnis für Menschen mit Behinderung, der Umgang mit dem Anderssein, das Erleben von “Outsiderkunst” oder “Art brut”, wie Projekte von Menschen mit geistiger Behinderung in der Kunstlandschaft bezeichnet werden.
Zehn Tage lang werden in den Ateliers am ehemaligen Schlossergelände die Künstler neue Werke schaffen: Rudolf Bodmeier aus München, der zarte, verspielte Figuren malt – etwa eine Bauchtänzerin als Blüte. Ludwig Hirtreiter aus Bogen, der besonders gerne Frauen zeichnet.
Uschi Janig aus Wien hat sich das Thema “Reizüberflutung” vorgenommen und arbeitet an der “Entschleunigung”. Kevin Lombard aus Regensburg bringt als Tierfreund besonders gerne Hund und Katze zu Papier. Slav Nedev aus Sofia findet Landschaftspläne bezaubernd und zeichnet mit Dokugrafien die “Verbindung von Menschlichkeit und Architektur”.
Kurt Sennebogen aus Straubing arbeitet bevorzugt nachts an seinen Holzschnitten und Bildnern. Prof. Hans Stofer aus London kommt ursprünglich aus der Schweiz und arbeitet mit Kohle an emotionalen Landkarten mit Körper und Schatten. Michael Armin Wittmann aus München schafft ausdrücklich benutzbare Holzfiguren und freut sich beim Symposium “auf den Dialog mit allen”.
Projektleiterin von “Anders und dochGleich” ist Renate Höning aus Regensburg. Sie hat auch die Vorarbeit für dieses Miteinander in der Marktgemeinde geleistet. Als Künstlerin hat sie sich auf die Arbeit mit dünnem Draht spezialisiert. In Beratzhausen wird sie vorrangig damit beschäftigt sein, mit Kunst die herkömmlichen Grenzen zu sprengen – denn “Kunst verbindet”.

DIE JAZZ_NIGHT

Beim Jazzabend im Zehentstadel konnten sich die Künstler kennenlernen.
Das Fest mit der als “eine der faszinierendsten Jazzstimmen Europas” gelobten Lisa Wahlandt war gut besucht.
“Chanson trifft Moderne” hatte sie ihr “Marlene Dietrich”-Programm umschrieben – oder auch “Anders und doch Gleich”.
Wieder einmal gelang es ihr, den Mythos ohne Femme-Fatale-Show und Frivolität ins 21. Jahrhundert zu retten.
Lisa Wahlandt (vocals) hatte Walter Lang (piano), Sven Faller (bass) und Gerwin Eisenhauer (drums) mit auf die Bühne gebracht. (lik)

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                                                                          04. Juli 2014

Sie wagen ein Experiment und hoffen auf großen Erfolg

PREMIERE Das Künstlersymposium steht 2014 unter dem Motto „Anders und doch gleich“. Erstmals arbeiten Behinderte und nicht behinderte gemeinsam.

2014_Hoening

Kuratoriums-Vorsitzender Michael Eibl bei den Planungsvorbereitungen mit der Projektleiterin Renate Höning Foto: Kroboth

Von Ingrid kroboth, MZ

BERATZHAUSEN. Das internationale Künstlersymposium in der Marktgemeinde Beratzhausen steht heuer unter der Leitidee “Anders und doch gleich.” Vom 6. bis 16. Juli treffen sich dazu in Beratzhausen Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderung, um miteinander zehn Tage lang Kunst zu schaffen. Zum Auftakt lädt das Kuratorium Europäische Kulturarbeit als Veranstalter am Sonntag, 6. Juli um 19 Uhr zu einer Vernissage in den Zehentstadel ein, in der sich die Symposiums-Teilnehmer mit jeweils zwei ihrer Werke vorstellen. Anschließend sind die Besucher zum Jazzabend mit Lisa Wahland eingeladen.
Schon am nächsten Tag werden die aus München, Bogen, Wien, Sofia, Straubing, London und Regensburg angereisten Kunstschaffenden ihre Arbeitsplätze suchen, sich einrichten, Ideen im wahren Sinn des Worts formulieren, auf und mit den unterschiedlichsten Materialien und Techniken. Am Schlossergelände ziehen, wie schon vor vier Jahren, dann die Bildhauer und die Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderung ein.
Dann verwandelt sich das ehemalige Schlosserareal in ein riesiges Atelier. Auf dem Freigelände, in den ehemaligen Büroräumen und in einem Teil der Werkstatt sollen in dieser Zeit Figuren, Zeichnungen und Gemälde entstehen, Objekte gestaltet und soziale Projekte geformt werden.
“Es ist ein Experiment für uns alle”, bereiten Kuratoriums-Vorsitzender Michael Eibl und Programmleiterin Renate Höning aus Regensburg die Bevölkerung auf spannende Tage vor. Sie rechnen mit Überraschungen bis zum Abschluss am 15. Juli, zu dem dann auch Bezirkstagspräsident Franz Löffler als Schirmherr ins Labertal kommen will.

DER AUFTAKT

 Zum Auftakt des 1. Internationalen Künstlersymposiums für Künstler mit und ohne Behinderung “Anders und doch gleich” lädt das Kuratorium Europäische Kulturarbeit am Sonntag, 6. Juli, um 19 Uhr zu einer großen Vernissage ein.

Dabei sind die Werke der teilnehmenden Künstler zu sehen.

Um 20 Uhr beginnt die Jazz-Night mit Lisa Wahland & Band im Zehentstadel Beratzhausen.

Der Eintritt ist frei! Für Speisen und Getränke ist gesorgt

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Tangrintler Nachrichten                                                                                                                                                                                                27.06.2014

Neue Märchen aus dem Tal der Schwarzen Laber“

Schreib- und Malwettbewerb beim Künstlersymposium

 B e r a t z h a u s e n (tn). Der Markt Beratzhausen – Kuratorium Europäische Kulturarbeit e.V. Beratzhausen und KunstLiteraTour. Kulturredaktion für Ostbayern Beratzhausen veranstalten einen Schreib- und Malwettbewerb zum Thema „Neue Märchen aus dem Tal der Schwarzen Laber“. Einsendeschluss ist der 25. Juli 2014.

Die Vorbereitungen für das 1. Internationale Kunstsymposium für Menschen mit und ohne Behinderung laufen auf Hochtouren, denn am 6. Juli werden die teilnehmenden Künstler ihre Werke um 19 Uhr bei einer Vernissage präsentieren und sich somit vorstellen. Nach diesem offiziellen Teil stehen die persönlichen Gespräche und das gegenseitige Kennenlernen in der zwanglosen Atmosphäre eines Jazzabends mit Lisa Wahland auf dem Programm. In den folgenden Tagen werden die behinderten und nichtbehinderten Symposiumsteilnehmer ihre Arbeit im Schlossergelände aufnehmen, Themen fokussieren, gemeinsam umsetzen und so Kunstwerke entstehen lassen. Alle Bürger sind eingeladen, den Künstlern einen Besuch abzustatten, ihnen über die Schulter zu schauen und den Dialog mit ihnen zu suchen. Mit einer Finissage am 15. Jul, um 19 Uhr im Zehentstadel findet das Symposium mit der Übergabe der Werke und einem internationalen Konzertabend seinen Abschluss.

Kulturfest am 25. Juli unter dem Motto „Anders und doch gleich“ geht es am 25. Juli weiter. Dann findet ein Kulturfest zu dem Thema am Essenbügl statt. Mit einer Ausstellung der Beiträge zum Schreib- und Malwettbewerb „Märchen aus dem Tal der Schwarzen Laber“ sowie einer Mal- und Schreibaktion im Skulpturenpark beginnt das Fest für behinderte und nichtbehinderte Erwachsene und Kinder. Dazu wird erneut ein Kulturzelt aufgebaut, in dem der bayerische Liedermacher Fredman Lill um 16 Uhr zu einer „Klangküche“ mit Musik zum Mitmachen, Zuhören und Tanzen einlädt. Nach einer offenen Jugendbühne um 17 Uhr werden um 20.30 Uhr Geschichten aus dem Labertal mit Texten von Werner Rötzer, Christa Sienel und anderen regionalen Autoren vorgetragen und musikalisch von Fredman Lill begleitet. Am 26. Juli lädt die Künstlerin Anna Beckstein-Pilz zu einer Malwerkstatt ein – auch mit dem Thema Märchen. Ab 16 Uhr wird Kulturpreisträger Friedrich Brandl Tipps zum kreativen Schreiben geben und Fredman Lill nochmals seine Klangküche eröffnen, bevor ab 18 Uhr die Preisverleihung des Mal- und Schreibwettbewerbs ansteht und das Fest mit einer Mundartlesung mit Biss mit Josef Fendl und Friedrich Brandl um 20 Uhr im Kulturzelt seinen Abschluss finden wird.

Fast zeitgleich starten die Kurse der 22. Sommerakademie. Während die Meisterklasse von Professor Konstantin Flondor das Thema „Vom Naturstudium zu den konstruktiven Elementen in der Malerei“ vom 21. Juli bis zum 1. August aufgreift, heißt es ab 28. Juli bei Prof. Dr. Alexandru Pasat „Befreien Sie die Skulptur aus dem Stein“. Helmut Wolf wird zeitgleich mit seinen Probanden Experimente mit Lindenholz starten, während der Diplom-Physiker und Fotokünstler Christian Hammel-Woitusch vom 28. Juli bis 1. August seine Kursteilnehmer die Natur im Labertal mit dem Fotoapparat einfangen lässt. Im darauffolgenden Seminar steht der Mensch im Mittelpunkt. Auch hier sind Interessierte herzlich eingeladen, die Ateliers zu besuchen.Zu allen Zeiten und in allen Kulturen haben sich die Menschen märchenhafte Geschichten erzählt.

Märchen entführen uns in die Welt der Wunder und der Phantasie. Die Realität wird außer Kraft gesetzt und alles Denkbare kann und darf geschehen. Neue Welten entstehen in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft. Fremdartige Kreaturen werden erschaffen. Wünsche, Ängste und Sehnsüchte nehmen Gestalt an; übermenschliche Kräfte und Fähigkeiten kommen zum Einsatz. Das Gute siegt und das Böse geht unter – oder umgekehrt.Gesucht werden neue Märchen, die im Tal der Schwarzen Laber spielen. Sie dürfen als Bilder, Erzählungen, als Theaterstück oder als Gedicht, in Hochdeutsch oder Dialekt verfasst sein – Hauptsache, sie erzählen eine phantasievolle Geschichte.

Die Beiträge sollten einen Höchstumfang von zehn DIN-A4-Seiten haben.

Daran teilnehmen können Schüler, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters mit und ohne Behinderung, sie können ihre Beiträge einreichen. Auch Gruppenarbeiten sind erlaubt. Die besten Märchen werden von der Jury mit Geld- und Sachpreisen prämiert und nach Möglichkeit veröffentlicht. Die Preisverleihung findet im Rahmen des Kultur-Zelt-Festivals am Essenbügl in Beratzhausen (25. und 26. Juli) am Samstag, 26. Juli, ab 18 Uhr statt.

Die Beiträge sollten bitte mit vollständiger Adresse und Altersangabe, bzw. Schulklasse an den Markt Beratzhausen, z. Hd. Frau Franziska Weber, Sekretariat des Bürgermeisters, Marktstraße 33, 93176 Beratzhausen gesandt werden.

Foto und Text: Awanitaki

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Tangrintler Nachrichten                                                                                                                                                                                             27.06.2014

 

Kultursommer läuft an

Beratzhausen (ab). Der Sommer ist nun so richtig losgegangen, und das heißt in Beratzhausen, dass der vom Kuratorium Europäische Kulturarbeit organisierte Kultursommer Fahrt aufnimmt. Heuer wird er mit einer neuen Form des Internationalen Kunstsymposiums eingeläutet und von einer literarischen Veranstaltung ergänzt, bevor die Internationale Sommerakademie wieder zahlreiche Teilnehmer in die Europagemeinde locken wird.

2014-06-24_Kultursommer

Kuratoriumsvorsitzender Eibl im Gespräch. Aufn.: ab

Die Vorbereitungen für das 1. Internationale Kunstsymposium für Menschen mit und ohne Behinderung laufen auf Hochtouren, denn am 6. Juli werden die teilnehmenden Künstler ihre Werke um 19 Uhr bei einer Vernissage präsentieren und sich somit vorstellen. Nach diesem offiziellen Teil stehen die persönlichen Gespräche und das gegenseitige Kennenlernen in der zwanglosen Atmosphäre eines Iazzabends mit Lisa Wahland auf dem Programm. In den folgenden Tagen werden die behinderten und nichtbehinderten Symposiumsteilnehmer ihre Arbeit im Schlossergelände aufnehmen, Themen fokussieren. gemeinsam umsetzen und so Kunstwerke entstehen lassen. Alle Bürger sind eingeladen, den Künstlern einen Besuch abzustatten, ihnen über die Schulter zu schauen und den Dialog mit ihnen zu suchen. Mit einer Finissage am 15. Jul, um 19 Uhr im Zehentstadel findet das Symposium mit der Übergabe der Werke und einem internationalen Konzertabend seinen Abschluss. Kulturfest am 25. Juli

Unter dem Motto „Anders und doch gleich“ geht es am 25. Juli weiter. Dann findet ein Kulturfest zu dem Thema am Essenbügl statt. Mit einer Ausste1Iung der Beiträge zum Schreib- und Malwettbewerb „Märchen aus dem Tal der Schwarzen Leber“ sowie einer Mal- und Schreibaktion im Skulpturenpark beginnt das Fest für behinderte und nichtbehinderte Erwachsene und Kinder. Dazu wird erneut ein Kulturzelt aufgebaut. in dem der bayerische Liedermacher Fredman LiU um 16 Uhr zu einer •• Klangküche“ mit Musik zum Mitmachen, Zuhören und Tanzen einlädt. Nach einer offenen Jugendbühne um 17 Uhr werden um 20.30 Uhr Geschichten aus dem Labertal mit Texten von Werner Rötzer. Christa Sienel und anderen regionalen Autoren vorgetragen und musikalisch von Fredman Lill begleitet. Am 26. Juli lädt die Künstlerin Anna Beckstein-Pilz zu einer Malwerkstatt ein – auch mit dem Thema Märchen. Ab 16 Uhr wird Kulturpreisträger Friedrich Brandl Tipps zum kreativen Schreiben geben und Fredman Lill nochmals seine Klangküche eröffnen, bevor ab 18 Uhr die Preisverleihung des Mal- und Schreibwettbewerbs ansteht und das Fest mit einer Mundartlesung mit Biss mit Josef Fendl und Friedlich Brandl um 20 Uhr im Kulturzelt seinen Abschluss finden wird. Fast zeitgleich starten die Kurse der 22. Sommerakademie. Während die Meisterklasse von Professor Konstantin Flondor das Thema •• Vom Naturstudium zu den konstruktiven Elementen in der Malerei“ vom 21. Juli bis zum 1. August aufgreift, heißt es ab 28. Juli bei Prof. Dr. Alexandru Pasat „Befreien Sie die Skulptur aus dem Stein“. Helmut Wolf wird zeitgleich mit seinen Probanden Experimente mit Lindenho1z starten, während der Diplom-Physiker und Fotokünstler Christian Hammel-Woitusch vom 28. Juli bis 1. August seine Kursteilnehmer die Natur im Labertal mit dem Fotoapparat einfangen lässt. Im darauffolgenden Seminar steht der Mensch im Mittelpunkt. Auch hier sind Interessierte herzlich eingeladen, die Ateliers zu besuchen.

Foto und Text: Awanitaki

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Donau-Post                                                                                                                                                                                                       26.06.2014

 

„Anders und doch gleich“

Behinderte und nicht behinderte Künstler arbeiten zehn Tage lang zusammen

2014-07-10_DP_anders und

„Kunst kennt keine Grenzen“, konstatiert der Vorsitzende des Kuratoriums Europäische Kulturarbeit, Michael Eib (links neben dem leiter der Bildhauerkurse der Internationalen Sommerakademie, Professor Dr. Alexandru Pasat). – Zum Auf-
takt des Symposiums werden behinderte und nicht behinderte Künstler einige ihrer Werke im Rahmen einer Vernissage präsentieren.

Beratzhausen/Landkreis. (ar) Seit 1992 organisiert das Kuratorium Europäische Kulturarbeit Beratzhausen in der Marktgemeinde ein Internationales Künstlersymposium. Bis dato waren abwechselnd Bildhauer und Maler aus dem europäischen Ausland und der Region zu Gast, um ein bestimmtes Thema künstlerisch umzusetzen und gleichzeitig den europäischen Gedanken zu leben. Ergänzt wurden diese kreativen Aktivitäten mit Podiumsdiskussionen und diversen musikalischen Veranstaltungen. Dieses Prinzip wird heuer zwar im Großen und Ganzen beibehalten, doch gleichzeitig beschreitet man neue Wege – und rückt die Inklusion in den Fokus. „Anders und doch gleich“ lautet der Titel dieses Internationalen Symposiums, in dem behinderte und nicht behinderte Künstler zehn Tage lang zusammen arbeiten werden.

„Nachdem in der Kunstlandschaft immer mehr Projekte für Menschen mit geistiger Behinderung entstehen, die mit .Outsiderkunst‘ oder ,Art brut‘ bezeichnet werden, entsteht zunehmend ein Bewusstsein für die enorme Kreativität von Menschen mit Behinderungen“, umschreibt Michael Eibl, Vorsitzender des Kuratoriums Europäische Kulturarbeit und Direktor der Katholischen Jugendfürsorge, die Entwicklungen und weist unter anderem auf das sehr erfolgreiche Projekt Kunst. Preis und das inklusive Atelier im Regenshurger Andreasstadl hin.

Basierend auf dlesen Erfahrungen werden nun neun Künstler mit und ohne Behinderung in Beratzhausen gemeinsam verschiedene Kunstwerke vor Ort schaffen, über dle Landesgrenzen hinweg in einen Dialog treten und N eues schaffen, ganz nach dem Motto „Kunst ist etwas, das keine herkömmlichen Grenzen kennt – Kunst verbindet“.

In dem zehntägigen Symposium sollen daher aus je einem behinderten und einem nicht behinderten Teilnehmer „Tandems“ gebildet werden. Die gegenseitige Ergänzung und die Einbringung von Ideen sollen auf diese Weise gefördert werden. Offen ist, ob daraus ein Gemeinschaftsprojekt entsteht oder aber das Thema von jedem der beiden auf seine eigene Art und Weise umgesetzt wird. Der Prozess als solcher soll im Mittelpunkt stehen, die Kunstwerke als Manifeste der Annäherung zwischen den behinderten und den nicht behinderten Künstlern betrachtet werden.

„Wir sehen das Kunstschaffen und das Werk als etwas Demokratisches, das sich losgelöst hat von herkömmlichen Konventionen und Normen und das sich auf gleicher Augenhöhe abspielt. Das authentische Kunstschaffen ist für uns alle ein Ausdrucksmittel unserer tiefsten und innersten Gefühle. Kunst ist auch etwas, worüber man eigentlich nicht sprechen kann. Man muss sie machen, das ist die Sprache“, erläutert Eibl die Sichtweise der Organisatoren.

Die neun Künstler, die für zehn Tage in Bera tzhausen zusammen wohnen und arbeiten werden, stammen aus vier Ländern: Rudolf Bodmeier kommt aus München, Ludwig Hirtreiter aus Bogen, Renate Höning und Kevin Lombard aus Regensburg, Uschi Janig aus Wien, Kurt Sennebogen aus Straubing, Professor Hans Stofer aus London und Michael Armin Wittman aus München. Geleitet wird das Projekt von Renate Höning, die auch das Atelier inklusiv im Andreasstadl in Regensburg betreut, deren Handschrift zudem der KunstPreis trägt.

Als Partner für dieses Symposium konnte das Kuratorium die Katholische Jugendfürsorge, den Bezirk der Oberpfalz, das Staatsministerium für Bildung und Kultur, Wissenschaft und Kunst und den Markt Beratzhausen gewinnen. Schirmherr ist Bezirkstagspräsident Franz Löffler.

Noch vor dem offiziellen Start im Juli wird im Juni eine Podiumsdiskussion stattfinden, um die Menschen an das Thema heranzuführen. lnklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung werden hier im Mittelpunkt stehen. Mit einer Vernissage mit Werken der teilnehmenden Künstler und einem Jazzabend mit Lisa Wahland am 6. Juli um 19 Uhr im Zehentstadl wird man dann in den eigentlichen kreativen Prozess einsteigen, bevor nach zehn Tagen das Symposium am 15. Juli um 19 Uhr im Zehentstadl mit der Übergabe der Werke und einem Internationalen Konzertabend beendet wird.

Interessierte sind jedoch nicht nur zu den beiden Veranstaltungsabenden willkommen, sondern auch zu einem Besuch in den Ateliers auf dem sogenannten Schlossergelände neben der örtlichen Tankstelle, um dort den Künstlern bei der Arbeit über die Schulter zu schauen, den Schaffungsprozess mitzuerleben und auch um mit ihnen in Kontakt zu treten.

Foto und Text: Awanitaki

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                                                                           26.Juni 2014

Eine Pilgerreise auf den Spuren Argulas

THEOLOGIE Ehemalige Bischöfin Margot Käßmann kam zur Präsentation des Buches über die bayerische Reformatorin nach Beratzhausen. Das Interesse war groß.

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Prof. Dr. Margot Käßmann trägt sich in das Goldene Buch des Markts Beratzhausen ein. Fotos: Kroboth

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Uwe Birnstein liest aus seinem Werk: Argula von Grumbach – Das Leben der bayerischen Reformatorin.

Von Ingrid Kroboth, MZ

BERATZHAUSEN. “Mit großer Freude habe ich den Ort besucht, in dem die Reformatorin Argula von Grumbach aufgewachsen ist!” Diesen Satz hat die ehemalige Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche Deutschland (EKD) und jetzige Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017, Prof. Dr. Margot Käßmann, in das “Goldene Buch” des Markts geschrieben.
Sie war zu einer Buchvorstellung ins Labertal gekommen, hielt in der evangelischen Erlöserkirche ein feuriges Referat über den Status von Frauen in der Reformation. Nur selten war das kleine Gotteshaus so gut gefüllt wie an diesem Tag. Im Mittelpunkt stand die Buch-Präsentatorin “Argula von Grumbach – Das Leben der bayerischen Reformatorin”. Aber nicht Käßmann las aus dem Werk von Uwe Birnstein, sondern der Autor selbst.
Er erzählte die Entstehungsgeschichte der handlichen Biographie mit Reiseführer “auf den Spuren Argula von Grumbachs” . Käßmann gestaltete sozusagen das Rahmenprogramm – mit deutlichen Worten, klaren Aussagen – und stimmte in ihr rund zweistündiges Besuchsprogramm ein: “Entspannen sie sich!” Dazu trugen auch die Sängerinnen und Sänger der “Choryphäen” unter der Leitung von Resi Dinauer mit pastoralen Liedern bei.
Prompt klatschte Käßmann nach dem ersten Stück Applaus. Der Bann für weitere Beifallsbekundungen war gebrochen. Selbst für Pfarrer Max Lehnert, der sich darüber freute, dass die evangelische Theologin auf ihrer Tour zuerst in Beratzhausen Station gemacht hatte, ehe sie nach Nürnberg (ebenfalls zur Präsentation) weiterfuhr: “Das ehrt uns ganz besonders!”
Die 1996 von dem rumänischen Bildhauer Mihai Buculei in Bronze gegossene und von Josef Bezold gestiftete Argula von Grumbach vor der Erlöserkirche ziert nun auch den Buchumschlag von Uwe Birnsteins neuestem Werk. Bei Recherchen war der in Berlin lebende Journalist (mit Theologiestudium) auf “Argula” gestoßen und fand schon allein den Namen so ansprechend. Mit seinem Faible für die Reformationszeit und Persönlichkeiten habe er sich ein Bild von der Staufferin gemacht, mit Menschen gesprochen, die Orte besucht, an denen sie einst gelebt und gewirkt hat.
Diese Stätten beschreibt und empfiehlt er in seinem Buch “für Pilgerreisen auf Argulas Spuren”. Bei seinen Recherchen seien auch “witzige Geschichten aus dieser Zeit” aufgetaucht: “Es geht alles ganz menschlich zu.”
Ebenso wie Pfarrer Lehnert und Uwe Birnstein hatte auch Margot Käßmann während ihres Studiums nie etwas von Argula von Grumbach gehört. Aus ihrer Sicht nichts Außergewöhnliches. Denn über die Frauen der Reformation wisse man sehr wenig. Dabei stünden sie doch exemplarisch und inhaltlich für Luthers Lehre, wonach Menschen mit der Taufe den Glauben vertreten, Priester und Bischöfe seien.
Somit habe die Schlagzeile “Wir sind Papst” nach der Wahl von Josef Ratzinger durchaus der lutherischen Theologie entsprochen, so Käßmann. Resolut schob sie die Ärmel ihres weißen Blazers zurück und sprach über die Ehe nach dem Zölibat, von Sinnlichkeit und Normalität, dazu die These Luthers: “Es kommt nicht auf das Geschwätz der Leute an .!”

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                                                                           20.Juni 2014

Sie wollen „anders und doch gleich“ sein

VERSUCHSPROJEKT Beim Symposium arbeiten erstmals Künstler mit und ohne Behinderung zusammen. Spontan wollen sie ans Werk gehen.

2014_Versuchsobjekt

Am Schlossergelände ziehen – wie schon vor vier Jahren die Bildhauer – vom 6. bis 16. Juli Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderung ein. Foto: Kroboth

Von Ingrid Kroboth, MZ

BERATZHAUSEN. Das internationale Künstlersymposium im Markt steht in diesem Jahr unter der Leitidee: “Anders und doch gleich.” Damit beschreitet das Kuratorium Europäische Kulturarbeit einen neuen Weg, übernimmt die Vorreiterrolle für ganz Deutschland, ja vielleicht sogar für Europa. Denn erstmals treffen sich in Beratzhausen Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderung, um zehn Tage lang Kunst zu schaffen.
Vom 6. bis 16. Juli verwandeln sie das Schlosserareal in ein riesiges Atelier. Auf dem Freigelände, in den ehemaligen Büroräumen und in einem Teil der Werkstatt sollen Figuren, Zeichnungen und Gemälde entstehen, Objekte gestaltet und soziale Projekte geformt werden. “Es ist ein Experiment für uns alle”, macht Kuratoriums-Vorsitzender Michael Eibl deutlich.
Atelier “Kunst inklusiv”
Begleitet wird er zur Präsentation – und noch viel mehr in der Vorbereitung des Symposiums – von der Künstlerin und Heilpädagogin Renate Höning. Sie betreut auch das erst seit 2013 bestehende Atelier “Kunst inklusiv” der Katholischen Jugendfürsorge im Andreasstadel in Regensburg.
Genau dort entwickelte sich auch die Idee zum bevorstehenden “Anders und doch gleich”-Symposium. Denn auch im Andreasstadel treffen sich Künstler mit und ohne Behinderung. Aber eben nicht täglich, schon gar nicht tagelang im unbekannten Umfeld, umgeben von fremden Menschen.
Vieles bleibt eine Überraschung
Wirklich bekannt ist allen acht Teilnehmerinnen und Teilnehmern nur Renate Höning, die auch die Auswahl getroffen und ein Konzept entwickelt hat. Was davon verwirklicht wird, bleibt auch für sie als Programmleiterin eine Überraschung bis zum Abschluss am 15. Juli, zu dem dann auch Bezirkstagspräsident Franz Löffler als Schirmherr kommen will.
Zum Auftakt am Sonntag, 6. Juli, um 19 Uhr im Zehentstadel werden die teilnehmenden Künstler jeweils zwei ihrer Werke präsentieren, danach sind die Gäste zum Jazzabend mit Lisa Wahland eingeladen.
Schon am nächsten Tag werden die aus München, Bogen, Wien, Sofia, Straubing, London und Regensburg angereisten Kunstschaffenden ihre Arbeitsplätze suchen, sich einrichten, Ideen im wahren Sinn des Worts formulieren, auf und mit den unterschiedlichsten Materialien, Techniken.
“Behinderte Künstler gehen unvoreingenommen, spontan ans Werk, sie verzichten nachzuahmen”, beschreibt Höning deren “total beeindruckende” Herangehensweisen an ihre Arbeiten. Spannend wird für die Programmleiterin auch der Versuch, Paare zu bilden – jeweils behindert und nichtbehindert. Was dabei an gemeinsamer Arbeit herauskomme, bleibe abzuwarten.
“Man braucht immer Leute, die sich was trauen”, beschreibt Eibl den Mut aller Beteiligten an diesem Versuchsprojekt. Dabei sei das Kuratorium in seiner Vorreiterrolle ja schon geübt. Schon als 1992 das erste internationale Kunstsymposium ausgeschrieben worden war, mussten Zweifel und Widerstände überwunden werden. Mittlerweile sind sieben Symposien erfolgreich umgesetzt, viele Maler und Bildhauer aus ganz Europa zusammengeführt. Heuer wird der internationale Status noch ergänzt durch “das Anderssein” der Teilnehmer.

DAS KUNSTSYMPOSIUM
Als Veranstalter des “1. Internationalen Kunstsymposiums für Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderung” zeichnen neben dem Kuratorium Europäische Kulturarbeit in Beratzhausen auch die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg und das Atelier “Kunst inklusiv” verantwortlich.

Die Künstler sind Rudolf Bodmeier aus München, Ludwig Hirtreiter aus Bogen, Renate Höning aus Regensburg, Uschi Janig aus Wien, Kevin Lombard aus Regensburg, Slav Nedev aus Sofia, Kurt Sennebogen aus Straubing, Prof. Hans Stofer aus London und Michael Armin Wittmann, München.
Finanziell unterstützt und gefördert wird das Symposium in Beratzhauisen vom Bayerischen
Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, vom Bezirk Oberpfalz, vom Landkreis Regensburg, von der Marktgemeinde Beratzhausen sowie von Förderern und Sponsoren. (lik)

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                                                                           16. Juni 2014

Neue Märchen aus dem Tal der Schwarzen Laber

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Foto: Dietmar Krenz

Zu allen Zeiten und in allen Kulturen haben sich die Menschen märchenhafte Geschichten erzählt. Märchen entführen uns in die Welt der Wunder und der Fantasie. Jetzt werden neue Märchen gesucht, die im Tal der Schwarzen Laber spielen. Sie dürfen als Bilder, Erzählungen, als Theaterstück oder als Gedicht, in Hochdeutsch oder Dialekt verfasst sein. Die Beiträge sollten einen Höchstumfang von zehn DIN-A-4 Seiten haben. Teilnehmen können Schüler, Jugendliche und Erwachsene. Die besten Märchen werden von der Jury mit Geld- und Sachpreisen prämiert. Die Beiträge können ins Rathaus Beratzhausen geschickt werden.

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                                                                        15. Juni 2014

Auf den Spuren der Streiterin für Toleranz und Religion

KIRCHE Prof. Margot Käßmann und Uwe Birnstein präsentieren in Beratzhausen die Biografie über Argula von Grumbach. Sie war eine Weggefährtin Luthers.

BERATZHAUSEN. Viele wollten beim Katholikentag in Regensburg die ehemalige Vorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD), Prof. Margot Käßmann, live erleben. Doch der Andrang war zu groß, viele standen “wegen Überfüllung” vor verschlossenen Türen. Nun kommt die evangelische “Star-Theologin” nach Beratzhausen, in den Geburtsort der ersten berühmten Kämpferin im evangelischen Glauben, Argula von Grumbach, geborene von Stauff.

 2014_Kaessmann      2014_Argula_Kaessmanvortrag

Am Sonntag, 22. Juni, um 14 Uhr stellt Käßmann in der Erlöserkirche an der Staufferstraße die eben erst erschienene Biografie der tapferen Streiterin für religiöse Toleranz und Menschlichkeit vor. “Auf dem Berg, der Beratzhausen überragt, soll sie geboren worden sein, etwa im Jahr 1492”, schrieb der Berliner Journalist Uwe Birnstein nach seinem ersten Besuch im Markt.

Und er hat auch die Biografie der “Argula von Grumbach – das Leben der bayerischen Reformatorin” geschrieben. “Eine leicht lesbare Einführung in das Leben und Wirken Argulas”, die ergänzt wird durch einen farbigen Reiseführer an die Wirkungsstätten der kämpferischen Adeligen in Beratzhausen, München, Dietfurt, Lenting, Burggrumbach, Nürnberg, Ingolstadt, Regensburg, Köfering, Coburg, Augsburg, Zeilitzheim und Hausham.

Am 22. Juni wird Prof. Margot Käßmann dieses Werk in der Erlöserkirche Beratzhausen präsentieren. Begleitet wird sie vom Autor des Buchs, Uwe Birnstein. Er hatte sich 2012 für das evangelische Sonntagsblatt auf die Spuren Argulas begeben, war zu den “Wirkungsstätten der Mitstreiterin Luthers” gefahren. Und er hatte auch den Marktflecken im Labertal besucht, und hier “die Staufferin” auf einem Sockel vor der Erlöserkirche.

“Ihre Augen blicken resolut in die Welt. Mit beiden Händen hält sie eine Bibel .”, beschreibt Birnstein die von dem rumänischen Bildhauer Mihai Buculei geschaffene und einst von Josef Bezold gestiftete Bronzestatue am Vorplatz der Kirche. Der Zeitungsbericht damals war nur der Anfang weiterer Recherchen, die schließlich ein ganzes Buch füllten und jetzt in gebundener Form auf den Markt gekommen sind.

Im August hatte der Autor bei Pfarrer Max Lehnert angerufen und das Interesse in Argulas Heimatort an einer Buchpräsentation durch Margot Käßmann erkundet. Der 22. Juni um 14 Uhr – Einlass ab 13 Uhr – wurde festgeklopft. In der Erlöserkirche Beratzhausen werden für die Lesung 180 Sitzplätze geschaffen.

Käßmann wird im Altarraum etwas erhöht sitzen, also auch von den hinteren Reihen aus gut zu sehen sein. Und damit dort auch alles gut zu verstehen ist, sorgt an diesem Tag das Kuratorium Europäische Kulturarbeit als Mitveranstalter mit einer professionellen Lautsprecheranlage für die Beschallung.

Der Eintritt von zehn Euro pro Person kommt in vollem Umfang der evangelischen Kirchengemeinde Hemau/Beratzhausen zugute, die sich um Ablauf, Rahmenprogramm und am Ende der Veranstaltung auch um das leibliche Wohl der Besucher kümmert.

Den musikalischen Rahmen der Buchpräsentation übernehmen die “Choryphäen” unter der Leitung von Resi Dinauer. Nach der Lesung und einer Diskussionsrunde wird die Biografie “Argula von Grumbach – das Leben der bayerischen Reformatorin” zum Verkauf angeboten – auf Wunsch auch mit Signatur von Autor und Margot Käßmann.

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                                                                        05. Juni 2014

Fantasie-Geschichten in Bild oder Text gesucht

Beratzhausen. Das Kuratorium Europäische Kulturarbeit des Marktes Beratzhausen schreibt einen Schreib- und Malwettbewerb aus: Gesucht werden neue Märchen, die im Tal der Schwarzen Laber spielen. Sie dürfen als Bilder, Erzählungen, als Theaterstück oder als Gedicht, in Hochdeutsch oder Dialekt verfasst sein – Hauptsache, sie erzählen eine phantasievolle Geschichte. Die Beiträge sollen einen Höchstumfang von zehn DIN-A-4 Seiten haben. Teilnehmen können Schüler, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters mit und ohne Behinderung. Auch Gruppenarbeiten sind erlaubt. Die besten Märchen werden von der Jury mit Geld- und Sachpreisen prämiert und nach Möglichkeit veröffentlicht. Die Preisverleihung findet im Rahmen des Kultur-Zelt-Festivals am Essenbügl in Beratzhausen am Samstag, 26. Juli ab 18 Uhr statt. Die Beiträge mit Adresse und Altersangabe, bzw. Schulklasse an den Markt Beratzhausen, z. Hd. Franziska Weber, Sekretariat des Bürgermeisters, Marktstraße 33, 93176 Beratzhausen

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Donaupost                                                                                                                                                                                                               20. Januar 2014

 

Bronzebüste zum Andenken an Josef Bezold

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Visionär posthum zum Ehrenvorsitzenden des Kuratoriums Europäische Kulturarbeit ernannt

Landkreis. (ar) Kurz nach seinem ersten Todestag wurde Josef Bezold vom Kuratorium Europäische Kulturarbeit posthum zum Ehrenvorsitzenden ernannt, gleichzeitig wurde beschlossen, ihm in Form einer Bronzebüste ein Andenken in dem von ihm ins Leben gerufenen Skulpturenpark zu setzen.

In dem von Josef Bezold initiierten Europa-Skulpturenpark soll eine Bronzebüste an den verstorbenen Visionär erinnern. Beim Internationalen Bildhauersymposium 2010 wurden hier von ihm selber noch die Künstler und ihre Werke vorgestellt, bei der Vernissage der Internationalen Sommerakademie 2011 die Teilnehmer von ihm mit Urkunden ausgezeichnet.

Foto: Archiv Arwanitaki

 Statt einer Laudatio ließ der Vorsitzende Michael Eibl an diesem Abend Bilder sprechen, die das Wirken Bezolds dokumentierten. Unter dem Titel „Josef Bezold – realisierte Visionen“ erinnerte Eibl an die inzwischen über 20 Jahre zurückliegenden Anfänge des von Bezold ins Leben gerufenen Kuratoriums, die humanitären Hilfsaktionen, die Ausstellungen, Sommerakademien, den langsam gewachsenen Skulpturenpark, die Kulturpreisverleihung durch den Landkreis und die Symposien. Mit anderen Worten an die von Bezold realisierten Visionen, die allesamt unter dem Zeichen eines friedvollen Europas der Menschen standen, wobei für ihn die Kunst immer als Katalysator der Völkerverständigung fungiert hatte. Um diesen verdienten Mann nun aufgrund seines plötzlichen Todes im Januar des vergangenen Jahres posthum zum Ehrenvorsitzenden ernennen zu können, hatten die Mitglieder des Kuratoriums eine Satzungsänderung beschlossen. Mit einer von dem rumänischen Künstler Michail Bukulai gestalteten Bronzebüste an einer exponierten Stelle im Skulpturenpark soll das Andenken an den Mann, der diesen Park initiiert hat, auch sichtbar gemacht werden. Ein entsprechender Antrag wird nun noch dem Marktgemeinderat zur Genehmigung vorgelegt werden.

 Vielfältiges Programm

 Im Vorfeld hatte Eibl auf das vergangene Jahr zurückgeblickt, dessen Programm von dem Verstorbenen geprägt war. Auf der einen Seite hatte Bezold das Jubiläumsjahr der Sommerakademie noch mitgestaltet, das inzwischen in Auftrag gegebene Hinweisschild an der Autobahn „Europa-Skulpturenpark Beratzhausen“ auf den Weg gebracht, auf der anderen Seite fanden aufgrund des einschneidenden Ereignisses eine Reihe von Veranstaltungen in memoriam Josef Bezold statt, wie zum Beispiel die Ausstellung zum 20-jährigen Jubiläum der Sommerakademie. Ganz im Sinne des Ehrenvorsitzenden wurde von der neuen Vorstandschaft inzwischen eine humanitäre Hilfsaktion für Rumänien und die Sommerakademie 2014 mit Malerei-, Bildhauer- und Fotografiekursen unter der Leitung von Professor Dr. Konstantin Flondor, Professor Dr. Alexandru Pasat, Helmut Wolf und Christian Hummel-Woitusch geplant. Die im Juli stattfindenden Kurse können bei der Volkshochschule Regensburg Land gebucht werden.

 Enormes Potenzial

 Im Übrigen ist wiederum ein Symposium geplant und zwar das 1. Internationale Symposium für behinderte und nichtbehinderte Künstler. Eibl berichtete von einem enormen Potenzial im ostbayerischen Raum und freute sich, bereits je vier behinderte und nichtbehinderte Künstler aus Osteuropa und der Region gefunden zu haben, die im Juli zusammenarbeiten werden. Das künstlerische Schaffen soll von die Inklusion fokussierenden Rahmenveranstaltungen und Diskussionsrunden ergänzt werden. Literatur, Musik und Kunst im Rahmen eines Zeltfestivals im Skulpturenpark, eine Ausstellung mit Aurel Vlad und die Präsentation eines regionalen Künstlers im Herbst stehen des Weiteren auf der Agenda des Kuratoriums, dessen Vorstandschaft die Visionen Bezolds auch weiterhin realisieren will.

Foto und Text: Awanitaki

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                                                                                31.01.2014

Nittendorfer Künstler stellen ihre Werke in St. Hedwig aus

VERNISSAGE Mitglieder des Regenbogens zeigen erstmals ihre Werke im Beratzhauser Seniorenheim. Fotos, Portraits in Landschaften sind zu bewundern
Von Ingrid Kroboth, MZ

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Die “Regenbogen-Künstler” Ricarda und Lydia Ruhland-Reis, Klaus-Dieter Eich, Wolfgang Müller und Anni Unger (sitzend von links), flankiert von Heimleiterin Ramona Riecke und Kulturreferent Michael Eibl Foto: Kroboth

BERATZHAUSEN. Die “Galerie St. Hedwig” im gleichnamigen Senioren- und Pflegeheim hoch über dem Labertal bietet den Besuchern eine neue Ausstellung. Erstmals zeigt der Künstlerkreis “Nittendorfer Regenbogen” seine Werke in Beratzhausen. Dabei gibt es schon seit 1988 diese “lose Zusammenkunft von Kunstinteressierten”, die sich einmal pro Monat zum Austausch treffen und mit ihren Werken auch Spendenaktionen starten.
Die “Regenbogen”-Maler gehen auch in Kindergärten und Schulen, um dort mit den Mädchen und Buben zu arbeiten. All das erfuhren die Vernissage-Gäste von Lydia Ruhland-Reis, die für ihre Kollegen nicht nur die Begrüßung übernommen hatte, sondern in der Ausstellung auch selber mit einigen Werken vertreten ist.
Sie malt bevorzugt Menschen – und braucht dazu nur wenige Striche. Inspiriert wurde sie in ihrem Arbeitsstil von Modezeichnungen. Und auch ihre Tochter Ricarda eifert dieser Form des künstlerischen Ausdrucks nach: Sie hat Harry Potter gezeichnet und neben die Werke ihrer Mama mit in die Ausstellung gehängt.
Kulturreferent Michael Eibl hatte den Malerinnen und Malern bei der Vernissage so manches Geheimnis ihres Schaffens entlockt. So erzählte Claus-Dieter Eich von seinen Werken “mit farblich deutlicher Handschrift”. Einen Schwerpunkt habe er in der Landschaftsmalerei gefunden – nach etlichen Kopien berühmter Meister, was ihm den Namen “Fälscher von Nittendorf” eingebracht habe.
Eine Bandbreite seiner Arbeiten als Fotograf, Keramiker und Maler präsentiert Wolfgang Müller im Eingangsflur der Anlage. Seinen ersten Fotoapparat habe er mit zwölf Jahren bekommen, verriet der Biologe und Chemiker, der berufliche Forschungsobjekte auch in seine Bilder einbaut.
Noch nicht allzu lange gehört Anni Unger aus Laaber zum “Nittendorfer Regenbogen”. Zwar hatte sie schon als Kind gemalt, doch später mit Beruf und sechs Kindern, dazu noch sportlich aktiv, blieb keine Zeit mehr für die Malerei, erzählte die Künstlerin. Ihre Liebe zur Natur hält sie heute – “weil ich nicht mehr wandern kann” – mit Pinsel und Farbe auf Leinwand fest.
Im Foyer von St. Hedwig sind auch Bilder von Carina und Claudia Domke sowie von Uwe Böduel: Aquarelle aus Arizona und Laub in den Farben der vier Jahreszeiten.
Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von dem jungen Beratzhausener Musikstudenten Stephan Schneider, der die Gäste mit Mozart und dem Rondo capriccioso von Felix Mendelssohn-Bartholdy begeisterte. Sein Bruder Manuel intonierte eine Sonate von Joseph Haydn.

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Mittelbayerische Zeitung                                                                                                                                                                                       17. Januar 2014

Gedenken an Josef Bezold

VOLLVERSAMMLUNG Kuratorium Europäische Kulturarbeit würdigt Vorsitzenden.

BERATZHAUSEN. Das Kuratorium Europäische Kulturarbeit stellt die Erinnerungen an seinen langjährigen Vorsitzenden Sepp Bezold in den Mittelpunkt der Vollversammlung am Samstag, 18. Januar. Nach dem gemeinsamen Gottesdienst um 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter und Paul im Gedenken an den Verstorbenen findet die Versammlung anschließend im Gasthaus Mosner statt. Dazu sind nicht nur die Mitglieder eingeladen, sondern die gesamte Bevölkerung. Denn an diesem Abend wird Josef Bezold postum zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Dazu wird der amtierende Vorsitzende, Michael Eibl, eine bebilderte Rückschau auf das Wirken Bezolds halten – mit dem Titel “Realisierte Visionen”, eine Präsentation bisher überwiegend unveröffentlichter Bilder. Wie es zu einer Jahresversammlung gehört, trägt der Vorsitzende auch einen Rechenschaftsbericht über das Jahr 2013 vor. Schatzmeisterin Gabi Fromm wird über die finanzielle Situation des Kuratoriums informieren, und schließlich erfährt die Versammlung, was im Jahresprogramm 2014 alles geplant ist. (lik)